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cotopaxi

 
Was wäre wenn ...
... wir feststellen müssten, dass wir völlig falsch liegen.

Lesen ist besser als Fernsehen.
Brettspiel ist besser als Computerspiel.
Goethe und Schiller sind besser als Donald und Duck.
Theater ist besser als Kino.
"Spiegel" ist besser als "Bravo".

Dumm ist (oder macht): Playstation, RTL ... (Beliebiges einsetzen)
Ganz dumm ist Sitcom, MTV und GZSZ.
Gefährlich dumm: WOW, Borat oder Marilyn Manson.

Solche Annahmen muss gar niemand formulieren, sie beherrschen unser Denken. Sie prägen unseren Lehrbetrieb. Wir Erwachsenen wissen was "pfui" ist, wir Lehrer unterrichten, was wir selber lesen, spielen und schauen mussten: Gute Literatur, gute Musik, gute Sprache, gute Spiele, gute Kunst, sehr gute Wissenschaft.

Wir zwingen unser Kinder in Opern, Balladen und Symphonien. Überzeugt, was Wertvolles zu wecken, zu bilden und zu erziehen.
Andere Eltern, die weder Zeit noch Kapital, gar sonstige Voraussetzungen für die gepriesene Hochkultur mitbringen, beschielen wir mitleidig, aber doch missbilligend von oben herab: "Wie arm die sind!"
Diese Kinder sitzen ballernd vor den Bildschirmen, tanzen zuckend zu Heavy Metall und gucken seichteste Serien aus Hollywood. Bleiben dumm und arm. Oder werden es.


Hier sollten Sie Johnsons These der "Sleeper Curve" kennen lernen: "Es gibt viele Formen der Überheblichkeit ... Die populäre Kultur werde in kognitiver Hinsicht immer anspruchsvoller. "

Wollen Sie noch wissen, was Herr Flynn davon hält?
Der Flynn-Effekt: Machen Fernsehen und Computer schlau ...?

(Ein Tipp für Neugierige: Beachten Sie die weiterführenden Wikipedia-Links.)
Lisa Rosa meinte am 11. Apr, 22:34:
sehr interessant!
Ich finde unbedingt, da ist was dran. Und ich erlebe auch, daß die heutigen Jugendlichen viel schnellere Bildwechsel verstehen können als ich olle Kuh das kann. Früher dachte ich auch, daß es da nichts zu verstehen gibt und daß es - wie der beliebte Computerhasser Manfred Spitzer meint - die jungen Gehirne vielleicht kaputt macht. Aber heute sehe ich es anders: ICH bin nicht in der Lage, so schnell gucken und begreifen zu können, weil ich es nicht tue, kann ich es auch nicht. Damit ich aber Lust hätte, das zu üben, müßte ich andere Inhalte in den Filmen kriegen, die mehr mit mir zu tun haben. Für die computerspiele sehe ich ähnliches. Wenn ich sehe, wie z.B. bei WOW die Jungs gleichzeitig ihren Avatar in der Gilde bei einer gemeinsamen Aufgabe blitzschnell richtig bewegen und dabei über Headset quatschen und daneben auch noch flink in die Tastatur hineinchatten ... Dann läuft außerdem noch ein Radioprogramm nebenher, und das Kind beantwortet AUCH NOCH meine Frage, um wieviel Uhr das Rate zuende ist, damit das Essen dann fertig ist ... Vielleicht werden hier ja sogar Managmentfähigkeiten trainiert? 
Das Huhn (Gast) meinte am 11. Apr, 23:30:
Ein wunderschöner Gedanke.
Trotzdem denke denke ich, dass es nicht das Medium selbst ist, dass Intelligenz fördert oder verhindert, sondern die mögliche Interaktivität mit demselben genauso wie das Maß des Genusses.

Um zu wissen was unseren Kindern "gut tut" müssen wir sie allerdings sehr gut kennen, uns in ihren Kontext einfühlen können und wissen was ihre Phantasie und Intelligenz fördert.
Das ist allerdings oft so komplex und schwierig, dass sich eine oberflächliche Meinung über die Medien selbst bilden muss.

"Pfui" und "supa" sind nur die Tomaten und Eier, die sich die Medien gegenseitig in Form von "neuesten Studien" an die Köpfe werfen. 
creature meinte am 11. Apr, 23:44:
in meiner jugend wurde ein wuzzler (tischfussball) und ein flipper der unterwelt zugeordnet, erfuhr ein lehrer das einer aus der klasse in einer "spielhölle" war mußte er zum direktor zu einem "klärenden" gespräch, welche sich als moralpredigt herausstellte, die eltern wurden auch verständigt.
dasselbe galt für die musikbox und für comix.
prinz eisenherz mußte ich heimlich im keller lesen, dort war mein geheimlager.
von der jugendverderbenden negermusik (beatles, stones etc.) ganz zu schweigen. 
Nielsson antwortete am 12. Apr, 08:38:
Welche Zeit (und welcher Ort) war das? 
creature antwortete am 12. Apr, 09:49:
kärnten in den 60ern. 
teacher antwortete am 12. Apr, 16:42:
Ich war auch einer dieser Spielhöllenfreaks - bloß Billard spielen. 
chazta meinte am 12. Apr, 00:25:
veränderungen
ich bin jetzt 22
(und ich spiele auch wow, höre metal und trage schwarz seit ich 14 bin, ausserdem bin ich tättowiert)
man stelle sich die reaktion meiner großeltern darauf vor:
tättowierung? das haben doch nur leute, die im gefängnis waren
großes entsetzen, früher, zu ihren zeiten war das alles anders
als meine großeltern jung waren, war es für deren eltern/großeltern unfassbar, dass mädchen begannen, hosen zu tragen

die "alten" (so glaube ich) sorgen sich um die jungen
weil niemand weiß, was der lebensstil der heute jungen, in der zukunft bringt

ich glaube aber nicht, dass sich in den letzten jahrzenten groß etwas verändert hat
wer sich früher angenehm auf einer wiese entspannt hat, tut dies nun vor dem fernseher
wer früher mithilfe von alkohol oder drogen aus der realität geflüchtet ist, tut dies nun in virtuelle welten
(was früher alkoholiker, versinkt darin - was früher "wochenendtrinker", kann den konsum dosieren und führt auch ein leben ausserhalb)
und wo ganz, ganz früher plötzlich hosen modern wurden, gibts heute eben markenkleidung von dolce&gabbana und co
was früher der rock`n roll war, ist heute techno
und
obwohl ich das weiß, und ältere personen, die mich kritisieren, belächle, erwische ich mich selbst immer wieder dabei, wie ich mir denk "die kinder von heute, wahnsinn, das kann nicht gut gehen" 
teacher antwortete am 12. Apr, 16:44:
Sogar mein Sohn, 18 J., meint, "die Jugend von heute, wie die sauft, das hätt's bei uns nicht gegeben".
Die Schule kann sich gar nicht rasch genug anpassen, sie hinkt immer ein Jahrhundert nach - statt vorne mitzuspielen, dh. in die Zukunft zu denken. 
Simon Columbus (Gast) antwortete am 12. Apr, 20:15:
Die Bewertung der Jüngeren hängt immer von der eigenen Selbstbewertung ab - und ist meist negativ. Ich kenne die Abneigung meiner Klasse(nkameraden) gegenüber zB der Klasse meiner Schwester - weil "diese Punks" anders sind als wir. Jüngeren Klassen wird vorgeworfen, undisziplinierter, dümmer, subkultureller, unverschämter etc zu sein. Ob das alles zutrifft? Einige Punkte vielleicht - Generationsgeist - aber sicher nicht alles.
Sagt ein Jugendlicher, der "seine Generations" nicht versteht... 
Störgröße antwortete am 12. Apr, 21:18:
da sag ich dann immer: Früher waren die Gummistiefel noch aus Holz und die Leute sind auf Pferden zur Arbeit geritten. Und überhaupt waren früher die Geschichten von damals auch besser 
lillybet antwortete am 12. Apr, 23:40:
nene...
nicht die Gummistiefel....die GummiRINGERL waren aus holz. Und WIR sind noch mit Schneeschuhen bei Eiseskälte 25 km zur Schule gestapft, vorher mussten wir aber noch unsere Jause im Wald erlegen.

Ja, die Jugend von heute weiß gar nicht, wie gut es ihr geht.... 
Nielsson meinte am 12. Apr, 08:32:
Hm
Ich habe ca. 10 Jahre meines noch nicht so lange Lebens spielend vor dem Computer verbracht. Manchmal lief auch der Fernseher parallel. Einzige Alternativtätigkeit: Schule oder Studium.

Just heute morgen habe ich die persönliche Theorie formuliert, dass das Gehirn immer das lernt (und darin intelligenter wird), was ihm geboten wird.
Das bedeutet umgekehrt: Auf der Skala "Überleben in der Wildnis", "Geschichtenerzählen" und "Tiere verstehen" habe ich heute einen sehr, sehr niedrigen IQ. 
gulogulo meinte am 12. Apr, 12:41:
so gesehen sind die jetzt +-30jährigen in der besten zeit aufgewachsen. in der kindheit gabs noch keine pcs und nur orf 1 und 2, brettspiele, ö3 hatte noch niveau ... und mit 15 kam der pc ... 
tyndra (Gast) antwortete am 12. Apr, 13:37:
hey, da warst du aber gut dran! mit 15 gabs die erste digital-uhr. vielleicht, wenn besonders brav gewesen, auch eine von diesen schaurigen kompakt-stereoanlagen. aber pc.... ;-) 
teacher antwortete am 12. Apr, 16:55:
@gu: Die Middle Ager wähnen sich IMMER im Vorteil ... der verblasst aber zusehends. Fürchte ich.

@tyndra:Bitte vorsichtig: So eine Kompakt-Stereoanlage war eine meiner ersten selbst finanzierten Traumrealisierungen. Und stolz war ich 15 Jahre drauf! (Bis ich was Ordentliches hören und zahlen konnte) 
tyndra (Gast) antwortete am 12. Apr, 18:37:
vorsichtig wie mit porzellan - immerhin hatte ich auch so ein teil, das mir zu 1/3 finanziert wurde. trotzdem: schaurige geräte! 15 jahr hätt ichs damit nicht ausgehalten. obwohl ich keine klassik hör :-) 
teacher antwortete am 12. Apr, 20:20:
Ich bin eben ein treuer Typ! Und höre auch Klassik - durch seidenweiche Linn-Boxen. Ahhhh... 
lillybet antwortete am 12. Apr, 23:42:
Ich hab...
meine erste selbstgekaufte Anlage noch. Sie ist von Denon und funktioniert noch einwandfrei, war damals allerdings auch nicht ganz billig, dafür hält sie seit 1992. 
tyndra (Gast) antwortete am 13. Apr, 07:12:
good things last :-) wir verwenden auch noch den verstärker, den mein angetrauter sich mit 18 gekauft hat - das sind jetzt schlappe 32 jahre. nur das drumherum wurde ausgetauscht/ergänzt. 
Alex (Gast) antwortete am 13. Apr, 10:00:
Ahhh, Linn Boxen... Nobel, nobel
Na, das ist ja was Feines. Aktiv oder Passiv? Und viellicht sonst noch was von Linn. 
teacher antwortete am 13. Apr, 11:59:
Alt, bewährt, gut und teuer.
Passiv, den Rest konnte ich als Lehrer nur bewundern. Es klingt (auf Dreieckständern) wirklich saugut. 
Simon Columbus (Gast) meinte am 12. Apr, 20:19:
Bin ich seltsam... bis auf Punkt zwei stimme ich dir in deiner kleinen Aufzählung absolut zu, und auch da bin ich nicht sicher. Ganz sicher bin ich mir nur, dass es nicht Donald UND Duck heißt... ;)

Dumm macht / ist... nun, RTL etwa nicht? Eindeutig. Nur bei Borat muss ich Sacha Baron Cohen verteidigen, der ist ganz sicher nicht dumm (Borat ist natürlich so konzipiert, aber da hat Cohen einiges zu gesagt...). Und dann ist da noch der Fall Marilyn Manson. Imho ist der halt der Rocker, Hippie, Punk seiner Zeit... Extreme Gesellschaft, noch extremere Extreme... 
teacher antwortete am 12. Apr, 20:25:
Ich bin mir in keinem der Punkte mehr sicher.
Vielleicht ist Barks Donald wirklich wichtiger als Schillers Räuber? Z.B. zum Verständnis moderner Kunst oder seichter TV-Serien. Dann lesen Millionen Schulkinder unter der Bank wichtigere Dinge als auf der Bank.
P.S.: Der Hr. Manson ist ein geschicktes Marketingprodukt, oder? 
Simon Columbus (Gast) antwortete am 13. Apr, 12:14:
O.k., wo du Carl Barks erwähnst :D Aber Dagobert ist definitiv besser als Donald...

Über Marilyn Manson kann ich nicht viel sagen... aber wer seine Aussage in Michael Moore's "Bowling for Columbine" gesehen und gehört hat, kann ihn eigentlich nicht mehr für vollkommen verrückt halten.

Achja, nochwas zur modernen Kunst: Ich hab gestern was zu Malewitsch's Schwarzem Quadrat gelesen... wieder ein Beweis dafür, dass moderne Kunst nicht verstanden werden kann! Höchstens fachgerecht entsorgt 
teacher antwortete am 13. Apr, 12:33:
Weißes Quadrat auf weißem Hintergrund - das ist Abstraktion in Perfektion. Das regt mehr zum Denken an als Rembrandt oder Dürer, deshalb mag ich es. 
Simon Columbus (Gast) antwortete am 13. Apr, 19:23:
Ist das noch Abstraktion? Imho müsste eine Abstraktion auch etwas zugrundeliegendes haben, das abstrahiert wird. Nicht?

Daneben bin ich ja auch ein wenig Anhänger der Wilde'schen Definition: "Ein Künstler ist der Schöpfer schöner Dinge." - wenn auch nicht wirklich überzeugt. Außerdem habe ich Vorurteile. 
teacher antwortete am 14. Apr, 15:00:
Wer hat keine Vorurteile?
Und wer will schon daran arbeiten? Wo sie doch so bequem sind. 
Störgröße meinte am 12. Apr, 20:54:
Also ich würde meine Kinder nicht in die Oper zwingen. Das wird sie nur davor abschrecken noch einmal hinzugehen. Allerdings würde ich auch darauf achten, dass sie nicht nur vor dem Fernseher hängen. Am meisten lernen Kinder von der Natur und vom Vorbild ihrer Eltern. 
teacher antwortete am 12. Apr, 21:04:
Ich habe meine Kinder ins Theater "gezwungen", ich wollte ihnen einfache eine neue Welt eröffnen.
Sie haben es gelassen zur Kenntnis genommen, gehen aber jetzt lieber in die Videothek.
Vielleicht später ... 
cc meinte am 12. Apr, 21:49:
dumm?jedenfalls ruhiggestellt
ganze Gesellschaften lassen sich freiwillig ihre Zeit vernichten.
Lassen sie sich deswegen so viel gefallen.
Und schimpfen bloss über Politik, statt sie zu verändern?
ca 2 Stunden täglich sinds im Schnitt.
Vor der Glotze.
Man schimpfe mich jetzt gern präpotent oder überheblich.
Aber was man mit und in dieser Zeit alles anstellen könnte.
Und noch etwas:
Den Zugang zum Buch, zur Literatur zur Sprache
und damit zu fremden Gedanken, auch um über das eigene Leben besser, genauer nachdenken zu können (vielleicht auch, um es reinhaltiger zu gestalten)
das scheint mir ausserordentlich wichtig.
Oft steht dem aber die Glotze buchstäblich im Weg.
Hohe Opportunitätskosten, sagen die Ökonomen. 
teacher antwortete am 12. Apr, 22:38:
Das ist der Standpunkt des bürgerlich Gebildeten, den ich als Lehrer verstehe und auch vertrete.
Aber wir müssen mit den Realitäten leben: Meine Schüler schauen eher 3 denn 2 Stunden TV pro Tag - kann ich dieses Faktum ignorieren oder pädagogisch nutzen (oder nur darüber lästern?)
Jedenfalls darf ich nicht daran vorbeischauen. Das tun wir aber im Moment.
Wie kann - bei diesen Fakten - unser öst. Schulsystem ohne Medienpädagogik auskommen? 
Lisa Rosa antwortete am 13. Apr, 10:56:
Realitäten
"Aber wir müssen mit den Realitäten leben", das finde ich richtig. Es hat keinen Sinn, normativ ranzugehen, man muß sehen, was ist.
Und den Kindern die Oper zu zeigen, finde ich auch in Ordnung. Glaubwürdig wird das Angebot der Oper dann, wenn man im Gegenzug sich von den Jugendlichen auch ernsthaft was anbieten läßt - z.B. mal bei einem Rate in WOW drei Stunden zuguckt. Und ebenso, wie man sich dabei hüten muß, vorschnell über die Qualität dieser Tätigkeit zu urteilen, muß man gelassen damit leben, ob die Kiddis was interessantes an der Oper finden oder nicht. Aber die Vorstellung, man hätte (weil man älter ist oder Pädagoge) die "gültige" Meinung davon, welcher Kanon an Wissen für die nächste Generation wichtig ist, die ist sicher falsch. Die müssen sich aus dem, was weltweit an Wissen angeboten wird, das raussuchen, was für sie Sinn macht. Und damit sie das gescheit tun können, brauchen sie Unterstützung bei der Entwicklung der Entscheidungskompetenz. 
teacher antwortete am 13. Apr, 12:04:
Sehr schön gesagt.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich die Jugend intuitiv das Richtige aus dem Leben (inkl. Unterricht) mitnimmt. Vieles in der Schule ist für sie so unbedeutend, dass sie es instinktiv missachten.
Manchmal ärgert es mich aber, wenn sie auch MEINE Weisheiten negieren (obwohl ICH doch wissen muss, was wichtig ist) :-)
Gedanken eines Lehrers! 
.peter meinte am 12. Apr, 22:38:
so und so
... Schon Platon sagte von der Jugend seiner Zeit, sie sei Traditionslos und dumm.

Recht hast du, dass wir "unsere Vorstellung" von geistiger Reife versuchen weiterzugeben, und gottlob funktioniert das so nicht. Vielleicht bin ich deshalb so stressfrei in der Klasse, weil ich nicht von vornherein die Welt meiner Schüler als dämlich abtue.

Die Beispiele, die du aufzeigst, sind stereotyp so besetzt, wie du das beschreibst, ja. In Wahrheit ist es aber mit den Genannten, dass sie nicht von sich aus gut oder schlecht sind, sondern die Art wie man sich damit auseinandersetzt ... oder eben nicht.

Playstation macht dumm ... mit der Meinung sollte man besser garnicht erst eine Diskussion mit seinen Kindern anfangen.

Sitcom macht dumm ... nur weil man es selber nicht guckt, heisst das noch lange nicht das Sitcoms per se dumm machen. Ganz im Gegenteil.

WoW verdummend? ich muss sagen, dieses Vorurteil kannte ich noch gar nicht.

Marilyn Manson ist gefährlich dumm machend? Hui, da gehts ja schon ins gesellschaftspolitische. Ein Glück gibt es Figuren wie MM, eine ganze Aussenseitergeneration hat hier einen Bezugspunkt. 
teacher antwortete am 12. Apr, 22:42:
Da würde ich gerne eine Umfrage unter den Lehrern sehen, was sie von den Genannten (PS, WOW ... MM) halten? Wenn die meisten diese Begriffe überhaupt zuordnen können! Sie sind ja so in ihre Vergangenheit verliebt, dass sie die reale Gegenwart verschlafen! 
Nachtblau antwortete am 12. Apr, 22:48:
Also wenn sie Kinder haben und sich ein bisschen mit denen befassen wissen sie das (mein Vater konnte mal toll angeben weil er wusste was eine Shisha ist) 
.peter antwortete am 12. Apr, 22:50:
@teacher
ja, daher wohl auch der Fanta4-Titel "MfG"

@nachtblau

da muss ich passen. Was ist Shisha? 
rip (Gast) antwortete am 13. Apr, 10:18:
Eine Shisha ist eine Wasserpfeife.
Wolltest du ein bisschen ins Gespräch kommen oder kennst du Google nicht? ;-)
http://snipurl.com/shisha 
Nachtblau meinte am 12. Apr, 23:04:
Medienpädagogik ist mein Spezialgebiet ;)

Im Prinzip ist es falsch, etwas kathegorisch als "schlecht" hinzustellen. Wenn, dann sollte man werten "ich finde, dass das schlecht ist, weil...". Verbote und die negative Meinung der Eltern schaffen es nämlich am besten, solche Dinge als besonders toll hinzustellen. Des weiteren sind es nicht die Medien, die einen dumm oder schlau machen, sondern die Art und Weise, wie der Konsument mit ihnen umgeht, was er erst lernen muss. Fernsehen z.B. bietet viele Möglichkeiten der Informationsvermittlung und des Wissenstransfers. Und durch das Medium "Fernseher" und "Computer" kann Motivation entstehen, z.B. ein vertiefendes Buch über Thema xyz zu suchen und zu lesen. Und selbst wenn man sich nur vor die Glotze zur Unterhaltung haut: kann man 24 Stunden am Tag nur "sinnvolle" und "hochwertige" Dinge tun? Wohl eher nicht. Man muss sich nur bewusst sein, dass man da jetzt abgammelt. Übrigens wäre das Lesen eines Groschenromans genauso "wenig hochwertig", aber es ist ja lesen!? Man sieht die perfide Argumentationsstrategie. 
Simon Columbus (Gast) antwortete am 13. Apr, 12:17:
"Verbote und die negative Meinung der Eltern schaffen es nämlich am besten, solche Dinge als besonders toll hinzustellen."

O ja, o ja! Meiner Schwester ihre Klasse liefert ein perfektes Beispiel... (Erzkonservative Eltern und eine Punk-Dichte von gefühlten 90 Prozent). 
 

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