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cotopaxi

 
Die halbe Klasse sitzt am Gang herum und bittet um Geduld, die andere Hälfte diskutiert aufgeregt an ihren Plätzen.
"Was ist los?"
Ich höre siebzehn Antworten, die alle nicht zum Kern des Problems vorstoßen.
Bald schreibe ich die Stunde endgültig ab. Sie könnte die wichtigste im ganzen Jahr gewesen sein.
"Wir lernen nichts, weil sie zu lieb ist."
Nichts ist so absurd, dass es die Realität überbieten könnte.

Großer Aufruhr, weil eine (zu) nette Kollegin in Tränen ausgebrochen ist: "Diese Schüler respektieren mich nicht."

Lang und breit schütten die betroffenen Schüler ihr Herz aus:

"Sie ist zu gutmütig, sie kann sich nicht durchsetzen, sie macht zu wenig Stoff, sie verlangt keine Hausübungen, wir machen keine Verbesserungen, in ihrer Stunde geht es drunter und drüber, sie kann mir nur leidtun, sie lässt alles durchgehen, sie nimmt die Regeln so ernst, wie eine Glucke, ..."

Gegenstimmen werden laut, Pläne werden gewälzt, ich bin zum Zuhören verdammt. Wenn die Emotionen hoch gehen, lasse ich das Unterrichten sein. Nach 45 Minuten frei organisierter Diskussion läutet es zur Pause, aber keiner verlässt den Saal. Hereinkommende hören ein "Tür zu!" und fallen in den lamentierenden Chor ein:
"Wir lernen nichts, weil sie zu gutmütig ist."
Meine Abschiedsworte: "Ihr wisst schon, was Masochismus ist?"
"Ja, wir brauchen den Druck, sonst tun wir gar nichts."
Sechzehn Jahre Lernerfahrung.
Nachtblau meinte am 1. Feb, 21:14:
Anstatt dass sie einfach brav sind und im Unterricht mitmachen führen sie sich auf und lernen dadurch nix, ganz toll, und der Lehrer ist dann schuld... war bei uns in Erdkunde auch mal ein Jahr so, ich war die Einzige die aufgepasst hat. Dafür hat er mich dann nie abgefragt, fairer Handel würde ich sagen :) 
teacher antwortete am 1. Feb, 21:33:
Fair trade, aber wnig effizient. 
Nachtblau antwortete am 1. Feb, 23:16:
Also für mich war es effizient, ich hab ja trotzdem gelernt. Lustigerweise weiß ich das Zeug von damals auch noch. Für den Rest meiner Klasse wohl nicht effizient, aber auch hier gilt: selber schuld, die Möglichkeit aufzupassen und zu lernen war da, wer nicht will, der hat schon. 
gulogulo meinte am 1. Feb, 22:10:
so eine hatten wir auch, die hat, wenn wir brav waren in der stunde, kleine geschenke verteilt. ich hab heute noch eine kleine münzsammlung - sie war viel auf reisen in den ferien und hatte daher viel kleingeld übrig. ;-)
im nachhinein gesehen war ihr vorgehen pädagogisch nicht besonders wertvoll.
eine andere lehrerin hatte dafür allein schon durch ihr auftreten eine so natürliche autorität, daß uns ein anderer lehrer, der mal in einer ihrer stunden hereingeschaut hat, mal gefragt hat, was mit uns los ist, weil wir da so ruhig und brav waren.
(nur als anhaltspunkt - in zwei jahren haben mal wir drei religionslehrer "verbraucht") 
teacher antwortete am 2. Feb, 13:15:
Da lese ich doch ein gerüttelt Maß an Stolz heraus.
P.S.: Ich war auch kein "Waserl" und habe Lehrer selten als interessante Lernbegleiter gesehen. Eher als Spaßbremser, Verhinderer und Kontrolleure. Hatte nie mit einem/r Mitleid, wenn er/sie verarscht oder verachtet wurden. 
theseus meinte am 1. Feb, 23:55:
Reality Check
Ich glaube, jede/r hat als SchülerIn ein paar UnterrichtspraktikantInnen "verbraucht"...

Leider gibt es an den Unis im Lehramtsstudium keine Versuchsanordnungen mit freilaufenden SchülerInnen zum Austesten der pädagogischen Eignung. Vielen JunglehrerInnen blieben Erfahrungen dann wohl erspart, wenn es eigentlich zu spät ist. 
Lila Elefant antwortete am 2. Feb, 00:05:
man absolviert doch als lehramtsstudent zumindest ein unterrichtspraktikum, oder liege ich da falsch? und außerdem... war man doch selber 12-13 jahre schüler (das haben mir zumindest meine lehrer immer vorgehalten und es klang wie eine vorabverurteilung) ;) 
teacher antwortete am 2. Feb, 13:08:
In den neuen Studienplänen sind Praktika schon im 1. u. 3. Semester vorgesehen, wobei immer einige Studis diese (vorletzte) Gelegenheit nutzen, aufzugeben.
Aber das Gros der akademischen Lehrerbildner sieht in Schülern lernweillige, fleißige Engerl und bereitet wenig auf die Praxis vor. 
Nielsson meinte am 2. Feb, 17:32:
Charisma
Ich habe das für mich mal als "Charisma" betitelt:
Bei manchen Lehrern ist es ruhig und gesittet, obwohl sie eigentlich nie laut werden oder drakonische Strafen verhängen. Bei anderen genau umgekehrt: drunter und drüber trotz vieler Strafen. 
teacher antwortete am 2. Feb, 18:57:
Die große Frage, die uns in der Lehrerausbildung beschäftigt: Wie kann man dieses Charisma erwerben?
Da fehlt uns noch die Zauberformel! 
Stef (Gast) antwortete am 4. Feb, 12:22:
Die Frage ist...
... ob es sich das Schulsystem leisten kann, darauf zu hoffen, dass ihre Lehrerschaft ausschließlich aus solchen Charismatikern besteht. Die Realität ist doch oft eine andere, die echten "Bringer" (Führungspersönlichkieten) machen ihre Karriere anderswo. Wo sind auch die Anreize ?! An Lohn und Arbeitsbedingungen würden diese Menschen doch verzweifeln.

Also bleiben am Ende die Idealisten, mit all ihren Stärken und eben auch Schwächen ... 
Lisa Rosa antwortete am 8. Feb, 14:35:
Wie kann man dieses Charisma erwerben?
@teacher: Sicher nicht durch Zauberformeln und tolle Rezepte, die man nur anwenden muß - "Unterrichtstechnologie" nenne ich sowas. Es funktioniert nie. Weil es etwas äußerlich Aufgesetztes ist. Daß Schüler ihren Lehrer ernst nehmen können, erfordert nur eins: Sie müssen echt sein. Echte Menschen. Ganz einfach. Und keine ROLLENspieler. Und sie müssen selbstverständlich die Schüler ernst nehmen - respektieren also. Ohne das geht es nicht. Das Schüler-Respektieren bedeutet, daß der Lehrer in verschiedener Hinsicht gegen die Systemregeln verstoßen muß. Das ist nicht einfach. Beides - selber Echtsein und Rückgrat haben auch bei System-Gegenwind - ist nicht mit Tricks zu erwerben. Es ist auch nicht angeboren. Anständig kommunizieren muß man gelernt haben. Und dabei ziemlich angstfrei sein.

@Stef: echte "Bringer" (Führungspersönlichkeiten) ? Die Schüler brauchen doch zum Lernen keinen Führer oder Dompteur oder sonst was derart. Wenn Lehrer mit so einem Leitbild antreten, geschieht ihnen Recht, wenn die Schüler sie nach Strich und Faden fertig machen. Was können sie denn tun, außer Rache nehmen - zur Not an Ersatzfiguren??? 
pringle meinte am 3. Feb, 10:09:
Wenn ich mich an meine Schulzeit zurückerinnere, fällt mir auf, dass ich am meisten Respekt vor dem WISSEN bzw. dem KÖNNEN der lehrer hatte, egal, ob die nun jung waren oder älter (erfahrungsgemäß waren die jüngeren nicht so bewandert). "Natürliche Autorität" kann man sich antrainieren. Ach ja, und Bühnenerfahrung hilft. Und zu 10% kommt es dann wirklich auf die Klasse an. Meine beiden ersten Klassen verhalten sich total unterschiedlich, obwohl ich mit beiden denselben Stoff durchmache... 
stichi meinte am 5. Feb, 22:33:
Mich erinnert das an einige junge KollegInnen, die zum Klassenlehrer rennen und von diesem erwarten, dass er dafür sorgt, dass die Klasse bei der betreffenden Kollegin z. B. in Französisch aufmerksam und ruhig ist!
Es folgt ein Lamento über das unmögliche Benehmen, Frechheit, mangelnde Aufmerksamkeit etc. p.p.
Dann die Überraschung in der Zeugniskonferenz: diese unmöglichen, unerträglichen faulen Schüler haben bei der geplagten Kollegin Noten zwischen 1 und 3.
Mich wundert dann gar nichts mehr. 
moca (Gast) meinte am 6. Feb, 17:54:
systemfehler
dein schlusskommentar: "sechzehn jahre lernerfahrung" bringt es für mich ziemlich auf den punkt. wenn menschen ständig gezwungen werden quasi gegen ihre "natur" zu lernen, dann glauben sie eben irgendwann selbst, dass es nur so geht. lustvolles, fröhliches, leichtes lernen ist in unserer gesellschaft ja nicht angesagt. dabei ist es genau das wozu mutter natur uns befähigt hat.

dieser tage habe ich einen blog entdeckt, da beschreibt eine mutter faszinierend wie lernen an sich funktioniert. könnt ihr euch ja mal anschauen //bildungsfreiheit.blogspot.com
mir wird ganz schwindlig, wenn ich dran denke in was für einem paradies die menschheit leben könnte... 
Stef (Gast) antwortete am 6. Feb, 23:01:
Ich bin ein absoluter Befürworter ...
... eines anderen Schulsystems. Aber meine kurzen Eindrücke aus dem Blog haben mich wenig beeindruckt. Für mich waren das Schilderungen aus einem intakten und bildungsnahen Elternhauses ... prima! So sollten Eltern der Neugierde ihrer Kinder Raum bereiten.

Im Primarbereich lässt sich bis zu einem gewissen Rahmen sehr lebensnah und frei lernen ... das habe ich so schon bei Hospitationen in "besonderen" Schulen erlebt. Gewinner waren in diesen Schulen Kinder bildungsnaher Elternhäuser, die Verlieren vorwiegend auf der anderen Seite. Lernen ist ein aktiver Prozess, der auf bestehende Wissennetze aufbaut. Sind diese Netze dürftig, wurde Neugier im Vorschulbereich wenig gefödert (z.B. durch passive Fernsehverblödung), dann findet "freies Lernen" keinen ausreichenden "Nährboden".

Noch andere Konzepte brauchen wir aber, wenn das lebensnahe LErnen an seine Grenzen stößt ... wenn in Mathematik z.B. Kurvendiskussionen beginnen. Wie kann also selbstbestimmteres Lernen nach der Primarstufe aussehen. Hier hat mich bislang erst ein Konzept (einer deutschen Privatschule) nachhaltig beeidruckt: Die Schüler dieser Schule stellten sich aus Kursen ihre eigenen Stundenpläne zusammen. Es gibt keine Noten oder keine Jahrgangsstufen. Alles sehr spannend, leider zu kompliziert, um es hier kurz darzustellen. Aber zumindest ein Hoffnungsschimmer im derzeitigen Schulsystem ... 
moca (Gast) antwortete am 7. Feb, 01:25:
hallo stef, vielleicht hat die schule ja eine homepage? ich bin immer sehr neugierig.

und nur eine/zwei anmerkungen in meinen träumen von freier bildung und selbstbestimmten lernen, bräuchten sich menschen nicht mit kurvendiskussionen zu beschäftigen, wenn sie das nicht wirklich interessiert :). ich kann mich dunkel erinnern, dass es sowas mal im mathematikunterricht gegeben hat, aber natürlich habe ich es wieder vergessen, weil ich es nie wieder gebraucht habe. warum in alles in der welt sollen sämtliche teenager kurvendiskussion lernen, wenn es später vielleicht 1% wirklich brauchen kann?

und was die kinder aus bildungsfernen elternhäusern angeht, die würden imo von freien lernzentren, in denen sie ihre dinge ohne notendruck und beurteilungszwang tun und lernen könnten, genauso profitieren, wie jeder andere mensch. 
Stef (Gast) antwortete am 7. Feb, 15:45:
Weißt du mit ...
... 12 Jahren, was du einmal arbeiten möchtest ?!? Kannst du mit 12 Jahren überblicken, welche Fertigkeiten und Kenntnisse du einmal benötigst ?!? Beispiel: Selbst der Diplompädagoge wird im Studium plötzlich mit Stochastik konfrontiert, etc.

Desweiteren meine ich, dass es einen Bildungsauftrag gibt, soll heißen: der Staat hat die Aufgabe ein breitgestreutes Wissen weiterzugeben (so gut es ihm gelingt). Beispiel: Nur weil sich jemand nicht für den Nationalsozialismus interessiert, sollte doch jedes deutsche Kind darüber Bescheid wissen. Dies gilt auch für andere Fächer, selbst (oder gerade auch für) Mathematik!

Zu deinem letzten Absatz: Da ich in beiden Examen zu diesem Thema gearbeitet, recherchiert und beobachtet habe, kann ich dem nicht ganz zustimmen. Alle Forschungsergebnisse zeigen, dass Kinder unterer Bildungsschichten weniger Lernfortschritte in "freieren" Lernumgebungen machen. Auf der anderen Seite steht natürlich die gesündere Psyche der Kinder - hier sind mir aber bislang keine objektiven Beobachtungen und Erkenntnisse bekannt.

Mein persönliches Fazit (auch aus der jetzigen Praxis): sehr positive Erfahrungen mache ich mit einem abgestimmtes Mix aus freiem und angeleiteten Lernen. Je nach Persönlichkeit und Leistungsvermögen kann dieser Mix von Kind zu Kind etwas anders ausfallen. 
moca (Gast) antwortete am 8. Feb, 01:24:
gegenfragen
was sollte den angehenden diplompädagogen daran hindern, dann stochastik (was auch immer das sein mag :-D) zu lernen, wenn er es braucht? weißt du heute, ob du in 10 jahren noch lehrer sein wirst?

ich denke die chancen herauszufinden, was mensch wirklich arbeiten will, wo seine talente und fähigkeiten liegen, wären wesentlich höher, wenn die möglichkeit zu selbstbestimmtem lernen bestünde. und ob die staatlich verordnete beschäftigung mit dem nationalsozialismus schon einen einzigen faschisten verhindert hat, wage ich eher zu bezweifeln.

aber es ist müßig hin- und her zu diskutieren, wenn menschen offensichtlich verschiedene menschenbilder (ich halte menschen nicht für erziehungsbedürftig) und überhaupt weltbilder haben :) - ich glaube nicht an objektive beobachtungen und erkenntnisse. mensch mag eine gewisse neutralität in der beobachtung erreichen, aber obkektiv kann er imo nicht sein, da er ein subjektives wesen ist. und ebenso wird menschliche erkenntnis stets subjektiv bleiben. ich vermute wir kämen nie zur gleichen ansicht :). 
Elena (Gast) antwortete am 8. Feb, 08:35:
Ich möchte moca zumindest bezüglich der Ansicht zum Nationalsozialismus widersprechen: selbstverständlich hat die Beschäftigung mit diesem Thema jungen Menschen schon viele tiefe Einsichten gebracht, Berichten zufolge gab es erschütterte Ergriffenheit etwa dann, wenn Zeitzeugen hautnah in Klassen ihre persönlichen Lebensgeschichten erzählten.. Das hat sicher so manchem jungen Menschen rechtzeitig die Augen geöffnet!
Ich stimme vorbehaltos der Ansicht zu, daß, je mehr ein Mensch allgemeingebildet ist, er wenig bis gar nicht diversen Manipulierungsversuchen erliegt; denn er/sie ist es gewöhnt, kritisch, urteilsfähig und dennoch differnziert zu denken - die breite Wissensgrundlage ist die Basis!
Leider aber gerät "Allgemeinbildung" offenbar etwas aus der Mode... 
Lisa Rosa meinte am 8. Feb, 14:49:
Bildungsauftrag
@Stef: "breit gestreutes Wissen" ist nicht der Bildungsauftrag. Das war er in der Schule der Industriegesellschaft. Jetzt ist was anderes wichtig: Orientierung und Sinnbildung. Egal an welchen Inhalten. In der Wissensgesellschaft geht es darum, zu lernen, wie man sich schnell und selbstständig das Wissen aneignen kann, das man nach der eigenen Sinnsetzung braucht.
Gute Literatur dazu: 1.) die Definition der OECD key competencies: //www.oecd.org/dataoecd/36/56/35693281.pdf (ein Muß für jeden Pädagogen)
2.) Texte auf //wissensgesellschaft.org z.B. von Andreas Poltermann und/oder Gerhard de Haan. Tolle Website zu Bildung und Gesellschaft. 
teacher antwortete am 11. Feb, 19:17:
Ich denke, dass wir frei von Inhalten weder unterrichten noch (kreativ) denken können, also plädiere ich für beide Unterrichtsziele: Allgemeinbildung mit kognitivem Basiswissen und Metabildung mit Fähigkeiten zum selbständigen Wissenserwerb.
Sinnbildung gefällt mir, aber überfordert schnell. 
amadea (Gast) meinte am 12. Feb, 12:04:
Fast vergessen...
Sie ham ja auch frei !
Wünsche schöne Ferien.
San's schifahr'n? 
teacher antwortete am 12. Feb, 12:06:
Wünsche dasselbe!
Gibts wo an Schnee zum Schifoahrn?
Bei uns zu wenig! 
la fille rousse meinte am 14. Feb, 12:57:
das thema kenne ich gut.
ich denke, es liegt am selbstbewusstsein des lehrers, wie sehr die schüler ihm gehorchen. jetzt ist halt die frage, wie die arme frau auf einmal ein größeres selbstbewusstsein bekommt ... schauspielunterricht kann helfen (ähnliches wurde glaube ich weiter oben auch schon erwähnt). vielleicht empfiehlst du ihr das mal. sie muss ja deswegen nicht gleich auf eine bühne steigen. 
teacher antwortete am 14. Feb, 16:00:
Die gute Frau ist ständig auf irgendwelchen Seminaren und kommt dann mit superneuen Ideen zurück, die supertolle Pädagogen aushecken, ohne an die Realität der 16-jährigen zu denken.
Ich glaube nicht, dass sie Theater spielen sollte, sondern mit beiden Beinen im richtigen Leben stehen lernen muss.
Aber das mit dem mangelnden Selbstbewusstsein stimmt wohl. 
la fille rousse antwortete am 16. Feb, 15:25:
ich habe auch nicht gesagt sie soll theater spielen, ich sagte, es könnte ihr helfen, sich selbst besser kennenzulernen und ihr dadurch zu neuem selbstbewusstsein zu verhelfen. denn beim schauspielen (vorausgesetzt du hast einen guten lehrer und lässt dich wirklich darauf ein) lernst du dich, einfach ausgedrückt, quasi unweigerlich selbst besser kennen. ich habe dadurch sehr viel über mich und meine wirkung auf andere gelernt.
dass das nicht für jeden die beste methode ist, ist schon klar. aber vielleicht wärs ja doch was für sie. 
teacher antwortete am 16. Feb, 15:31:
Mich wundert das. Beim Theater lernt man fremde Texte nach fremden Anweisungen herunterzuspielen. Glaubhaft fremde Charaktere interpretieren. Also nicht sich selbst kennen.
Liege ich da völlig falsch? 
la fille rousse antwortete am 16. Feb, 16:26:
ja, völlig, leider. aber da es sich bei ihnen um einen laien handelt werde ich es noch einmal verzeihen :o)
es geht dabei sehr um die eigene person. man soll nämlich eben nicht spielen und nicht versuchen sich wie jemand anders zu verhalten, der nichts mit einem zu tun hat, sondern alles aus sich selbst nehmen. dafür ist es äußerst wichtig sich selbst besser zu kennen als irgendetwas anderes auf dieser welt. doch das nun noch näher zu erklären würde hier zu weit gehen. 
teacher antwortete am 16. Feb, 19:41:
Ich gehöre ja zu den wenigen neugierigen Lehrern: Ich lerne gerne dazu.
P.S.: Lehrer, die schauspielen können, z.B. den Bösen, haben bessere Karten im Beruf. 
 

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