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cotopaxi

 
Kollegin P. kommt ins Lehrerzimmer und stürzt direkt zum Waschbecken. Hände waschen.

Nichts Außergewöhnliches, schließlich gehört die Arbeit mit Kreide an der Tafel zum schmutzigen Alltag: Kreide im Haar, Kreide in der Kleidung, Kreide an den Händen.

In der Lunge auch, in den Augen und im Mund.

Kollegin P. kommt aber aus dem Turnsaal:

"Kannst Du deinen Mädchen sagen, dass Wasser nicht weh tut?", fragt sie zynisch anklagend.
Widerspruch ist nicht gefragt.
"Die stinken am ganzen Körper!"

So stelle ich mir ordentlichen Sportunterricht vor.

"Sie sollten einfach mal die Turnkleidung mitnehmen ... und zuhause waschen lassen."
"Muss ICH ihnen das erklären?"
"Und sag gleich dazu, dass man täglich duschen darf."

"Stinktiere" hat sie nicht gesagt. Aber so was ähnliches.
gulogulo meinte am 4. Nov, 20:48:
erstaunlich, daß es heute immer noch leute gibt, die nach dem motto "einmal in der woche wird geduscht - egal ob notwendig oder nicht" zu leben scheinen. 
leuman (Gast) antwortete am 4. Nov, 23:59:
Ja, und andere meinen dafür, sie müssen duschen bevor sie aus dem Haus gehen, duschen nach dem sie heimkommen, und wenn sie auf dem Klo waren duschen sie auch... 
walküre antwortete am 5. Nov, 11:53:
Duschen, bevor man aus dem Haus geht, kommt jedenfalls beim sozialen Umfeld olfaktorisch gut an. 
BIA (Gast) antwortete am 5. Nov, 23:29:
Duschen
Die armen Jungs können duschen, soviel sie wollen, und trotzdem stinken sie Sekunden später wieder nach reichlich Hormonausstoß. In Kombi mit 100%-Kunstfaser-Fußballtrikots und 30 Grad im Schatten riechen die armen kerle echt atemberaubend...und das relativ schuldlos. 
teacher antwortete am 6. Nov, 20:18:
Ich habe mehr Verständnis als meine Nase verträgt. :-) 
schlafmuetze meinte am 4. Nov, 22:21:
Ist Kollegin P. nicht besser geeignet ..
mit Schülerinnen über hygienische Themen zu sprechen?
Oder ist sie generell etwas gefrustet?
Liebe Grüße :-) 
teacher antwortete am 5. Nov, 18:34:
Doppelt hält besser, daher darf der Klassenvorstand das Thema bei nächster Gelegenheit (morgen früh) aufgreifen ... 
Elisabeth (Gast) meinte am 4. Nov, 22:34:
Ich komme aus der Toilette und trete ans Waschbecken im Vorraum. Kollegin K. stürmt an mir vorbei nach draußen ... 
teacher antwortete am 5. Nov, 18:35:
Oh ... sie musste wahrscheinlich dringend zum Buffet :-) 
Simon Columbus (Gast) meinte am 5. Nov, 02:22:
Da sieht man wieder die gefährlichen Auswirkungen der Medien!

... obwohl ich nicht gedacht hätte, dass die in dem Alter schon "Feuchtgebiete" lesen.

;-) 
teacher antwortete am 6. Nov, 20:05:
Lesen?
Nee, auf die DVD warten. 
lilula (Gast) antwortete am 7. Nov, 09:37:
.. Feuchtgebiete gibt´s schon lang als Hörbuch, ist sogar Top 1 bei iTunes. 
teacher antwortete am 7. Nov, 20:55:
Ist das wie Telefonsex? :-) 
lilula (Gast) antwortete am 7. Nov, 22:03:
nee is bloss ne Aufzählung von Körperflüssigkeiten, und wie man lustvoll mit ihnen umgeht. Nix für Kids. Ausserdem wird ausführlich erklärt was ein Proktologe so macht. 
teacher antwortete am 8. Nov, 19:59:
Wer kauft sich solche Hörbücher? 
lilula (Gast) antwortete am 8. Nov, 20:25:
nicht nur ich anscheinend, aber nicht kaufen tu ich die, nur anhören.

Zu den Stinkekindern - Burschen stinken eindeutig mehr, das ist klar, merk ich, wenn Freunde von meinem Sohn da sind, die ganze Wohnung riecht gleich anders (nach Hasen- od. Ziegenstall). Ich war früher in einer reinen Mädchenschule, da wars ziemlich normal duftmäßig im Turnsaal. Später war ich dann in einer Schule, da war ich das einzige Mädchen in der Klasse, sonst nur pubertierende Burschen, und nur männliche Lehrer, die Luft war zeitweise zum Schneiden in der Klasse. Und der Turnsaal roch immer nach "Kaasler".

Ausserdem finde ich, dass die eigenen Kinder nicht so stinken wie die fremden. Hat wohl was mit Mutter-Kind Beziehung zu tun. 
teacher antwortete am 9. Nov, 15:49:
Bei uns sagt man dann "es böckelt" - obwohl kein Mensch hier weiß, wie Böcke wirklich riechen. 
lilula (Gast) antwortete am 9. Nov, 19:38:
den Ausdruck kenn ich auch, und ich weiß sehr wohl wie Böcke riechen. Früher im Pötzleinsdorfer Park gabs Ziegen und auch Böcke, die wir mit Gras gefüttert haben, und der Ziegenbock hat dermaßen gestunken, dass ich erstens mein Kind in Sicherheit brachte und zweitens schnellstens das Weite suchte, so grauslig hat der böckelt. 
walküre meinte am 5. Nov, 11:59:
Ich kann mich
erinnern, dass zu meiner Gymnasialzeit (speziell in der 3. bis ca. 5. Klasse) die meisten Lehrkräfte sofort nach Betreten unseres jeweiligen Klassenzimmers unmissverständlich das Öffnen der Fenster urgiert haben. :-)

Meine Tochter (14) steht beispielsweise mit der Hygiene keinesfalls auf Kriegsfuss, aber manchmal riecht es ihrem Zimmer am Morgen ... naja ... etwas suboptimal. Uns ist es damals nicht aufgefallen, wie extrem wir vermutlich (hormonbedingt) zeitweise gerochen haben, aber bei den Kids merken wir es schon. Mit mangelnder Hygiene hängt dieser Geruch nicht zwingend zusammen, und darüber reden ist eine heikle Sache, weil Teenager meist ohnehin genug Komplexe mit sich herumtragen, auch wenn sie diese gerne hinter nassforschem Auftreten verbergen. Nase zu und durch, und notfalls mit jenen Tricks arbeiten, die Studenten im Seziersaal ebenfalls anwenden. :-) 
.peter (Gast) antwortete am 5. Nov, 18:31:
was denn?
was wäre das denn? Tigersalbe unter der Nase? 
walküre antwortete am 5. Nov, 19:33:
Zum Beispiel. Pfefferminzöl hilft ebenfalls und China-Öl in diversen Ausprägungen. :-) 
Mike (Gast) antwortete am 5. Nov, 23:43:
Was Pfefferminzöl? Bei mir ist da nie was passiert ^^ drecks zeug ;D 
walküre antwortete am 6. Nov, 10:04:
Könnte an der Konzentration gelegen haben; das "Zeug" ist in verschiedenen Stärken erhältlich, und bei einer schwachen Version ist der Geruch nach wenigen Minuten schon wieder verflogen. 
teacher antwortete am 6. Nov, 20:04:
"Fenster auf" hilft nicht nur der Nase, sondern auch der O2-Zufuhr fürs Hirn. Empfehle ich auch regelmäßig. Besonders in den Pubertätsklassen :-) 
amadea (Gast) meinte am 8. Nov, 15:41:
Gut, dass ich nicht Turnen hab. Und das Fenster ist bei mir immer offen. Sommer wie Winter. Die Kids wissen das schon, wenn ich in die Klass' komm. Die machen schon auf. 
teacher antwortete am 8. Nov, 20:00:
Im Winter hab ich's lieber warm. Motto: Erfroren sind schon viele, erstunken noch niemand. 
micha (Gast) antwortete am 8. Nov, 23:26:
Der Spruch ist alt und daemlich. Bessere waere:

Er koennt waehlen zwischen Erfrieren und Ersticken. 
rinpotsche antwortete am 8. Nov, 23:39:
Mein Sohn ist fünfzehn und transpiriert auf's Äußerste. Neulich erwog ich als Disziplinarmaßnahme und zum Schutz der Restfamilie, ihm, gänzlich unpädagogisch, die gemeinsam genutzten Räumlichkeiten im Haus zu verweigern, wenn er sich nicht ein alles überdeckendes Parfüm auflegt. Bei mir setzen ja schon Wehen ein, wenn er nur die Straße betritt.
Da wir "nur" ein Badezimmer haben, hatte ich letzt eine unbeabsichtigte, optische Begegnung mit seinen sprießenden Achselhaaren. Die Farbe passte nicht zu der seiner Haupthaare. Ich recherchierte lösungsorientiert im Netz und siehe da, wurde auch fündig. Rasieren! Wie ich das bewerkstelligte, dass er jetzt seine Haare unter den Armen rasiert ist eine andere Geschichte, aber seitdem riecht es bei uns nicht mehr nach nassem Ozelott. 
teacher antwortete am 9. Nov, 16:14:
Ich hoffe, es ist nur halb so heftig wie hier formuliert :-) 
KurtMelnik (Gast) meinte am 10. Nov, 17:42:
Versöhnliche Theorie
Vielleicht reagieren ja die Lehrer, die auch Menschen mit Sexualität sind, besonders sensibel auf die neuen Gerüche. Da werden aus den geschlechtslosen, schutzbefohlenen Kindern plötzlich geschlechtsreife (immer noch) Kinder. 
BIA (Gast) antwortete am 10. Nov, 18:52:
NO WAY, versöhnliche Theorie
Iiik. Für mich riecht eine Klasse pubertierender Knaben ungefähr so erotisch wie eine Sammlung ungewaschener, zuletzt beim Marathonlauf getragener Polyesterwäsche.

Tut mir leid, der Theorie kann ich mich nicht anschließen. :-)

UUUUND außerdem, wenn dann die Niederungen der Pubertät überwunden sind und plötzlich junge, schicke Damen und gutaussehende junge Herren vor einem sitzen - dann stinken sie auch kaum mehr. 
teacher antwortete am 10. Nov, 20:12:
Die Theorie passt ins gängige Schema: Die Schüler sind für nichts verantwortlich, nicht einmal für ihren Geruch. :-) 
atrazin antwortete am 10. Nov, 23:27:
Also besonders sensibel war ich nur, als ich schwanger war,
da hätte ich jedem/jeder mit Körpergeruch gleich vor die Füße k****** können.
Gegen die Theorie der übersensiblen Lehrer, weil Kinder plötzlich geschlechtsreif werden, spricht, dass ich auch auf Mundgeruch sehr empfindlich reagiere und der hat wohl wirklich nichts mit Sexualität, sondern fast ausschließlich mit schlechter Mundhygiene zu tun. (Ja, ich weiß es gibt auch Erkrankungen.....) 
 

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