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cotopaxi

 

Der Elternsprechtag naht.
Die LehrerInnen tragen in zentrale Listen ein, mit welchen Eltern sie gerne in Kontakt treten wollen. Die Kinder sehen darin "Vorladungen".

Vor dem Lehrerzimmer stehen zwei Mädchen und lassen mich herausholen.
"Warum haben sie unsere Eltern vorgeladen?"
"Weil ich mit ihnen reden will."
"Aber die Jaqui und der Philipp tratschen doch genauso viel."

Also sie wissen, was mir in den letzten Wochen missfallen hat.

"Wollt ihr es genau wissen?", frage ich.
"Ja!"
"Gut. Denk einmal nach, Sarah. Was hast du auf die letzte Schularbeit geschrieben?"
"Aber ich habe doch gleich eine gute Prüfung gemacht."
"Exakt. Du hast die negative Note gesehen und darauf reagiert. Arbeitest du nur unter Druck?"
"Naja ..."

"Und du, Verena?"
Es stehen ihr Tränen in den Augen. Weil ich mit ihrer Mutter reden will!
"Ja???"
"Wo bist du im Vorjahr gestanden?"
"Zwei ... oder eins?!"
"Und heuer?"
"Vier? ... Aber ich habe mich doch auch zu einer Prüfung gemeldet."
"Mhmm. Und es ist auch besser geworden. Aber ich möchte wissen, wie es zu dieser Verschlechterung gekommen ist."

Sie sehen es - ein bisschen - ein. Trotzdem fragen sie:
"Können Sie uns nicht von der Liste streichen?"
"Ich will doch nur mit euren Eltern reden!"

Das klingt wie eine Bedrohung.

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