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    <title>niemehrschule</title>
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    <dc:date>2008-06-06T19:22:52Z</dc:date>
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    <title>niemehrschule</title>
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  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4976626/">
    <title>&quot;Dürfen wir putzen?&quot;</title>
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    <description>&quot;Herr Professor, dürfen wir morgen &lt;b&gt;Fenster putzen&lt;/b&gt;?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Wie bitte?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Na ja, wir haben doch morgen schon um 12 Uhr aus - und schauen Sie &apos;mal unsere Fenster an.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Haaahhhh? Ich sehe keinen Zusammenhang?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Wir wollen endlich wieder die &lt;b&gt;Sonne sehen&lt;/b&gt;!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ihr wollt FREIWILLIG die Klassenfenster putzen? Morgen? Und da fragt ihr mich noch?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ja, weil wir ja keinen &lt;b&gt;Schlüssel &lt;/b&gt;haben.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ich auch nicht.&quot;&lt;br /&gt;
Erklärend sei hier erwähnt, dass seit der Renovierung unseres Schulgebäudes manche Fenster fix eingemauert sind ... und die anderen so versperrt, dass sie nur einen Lüftungsspalt weit zu öffnen sind. Entweder, um die SchülerInnen vor Flucht und Selbstmord zu schützen oder die vorbeigehenden Passsanten vor herunterfallenden Milchpackungen und Klopapierrollen. Vielleicht stimmen auch beide Erklärungen, vielleicht auch keine.&lt;br /&gt;
&quot;Deswegen komme ich ja zu Ihnen. Können Sie uns den Schlüssel besorgen?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Wird sich machen lassen. Sonst noch was?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ja. Dürfen wir mit einer Stehleiter vom Gehsteig her die fixen Fensterscheiben auch putzen?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Da kann sich doch die Schule nur freuen ...&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Können Sie einfach ja oder nein sagen. Ob wir DÜRFEN!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Wenn ich den Herrn Direktor frage ... wird er mir nicht glauben, dass das euer Ernst ist: Fenster putzen in der Freizeit!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Wir wollen einfach wieder hinaussehen können, die Sonne, den Himmel, die Bäume ... und zu Hause ist uns eh fad.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Ein Mal im Jahr soll eine Profi-Reinigungstruppe diese Glasfassaden säubern, aber mindestens vier Mal im Jahr wäre es notwendig. Von der Innenräumung unserer verstaubten und verdreckten Lehrsäle wage ich hier nur Andeutungen zu machen.&lt;br /&gt;
P.P.S.: Im vorigen Jahr musste die Fensterreinigung aus finanziellen Gründen abgesagt werden, erfahre ich, als ich den Schlüssel aus der Direktion hole.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-06T19:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4963763/">
    <title>Der Bauer ist böse.</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4963763/</link>
    <description>Das Lehrbuch muss geändert werden.&lt;br /&gt;
&quot;Können wir dem Autor eine Mail schreiben?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mag Kinder, die sich engagieren. Aber in diesem Fall würde ich lieber auszucken.&lt;br /&gt;
Die Kinder haben im Buch gelesen, dass die Jungrinder tagelang auf der Alm bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Alleine?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ja.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Bei jedem Wetter?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ja.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Der Bauer kümmert sich gar nicht um sie?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Nein.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Das ist gar nicht lieb!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ahhh ... das sind Tiere. Die leben in der Natur, haben zu fressen, zu trinken, finden alles, was sie brauchen.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Trotzdem.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Stadtkinder wollen Rinder, Schafe oder Schweine so umsorgt sehen wie ihre Katzen, Hasen und Meerschweinchen. Die werden gestreichelt, gekuschelt, gebürstet. Aber der Bauer ist böse, misshandelt Gottes Schöpfung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen sollte das Lehrbuch umgeschrieben werden! &lt;br /&gt;
Vielleicht sollte ich die Kinder demokratisch darüber abstimmen lassen, was der Landwirt zu tun und zu lassen hat. Was in einem guten Lehrbuch stehen darf und was nicht. Ob die Weidetiere unter freiem Himmel lieber leben als ihre Hündchen am Balkon.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-01T08:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4951526/">
    <title>Moderne Tabus</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4951526/</link>
    <description>&lt;b&gt;Medienpädagogik-Seminar für Lehrer.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dozent sprüht vor akademischer Jugendlichkeit, eine seltene Kombination. Entsprechend zappt er vom Internet über das Flipchart zum Notebook. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Kennen Sie &lt;b&gt;das&lt;/b&gt;?&quot;&lt;br /&gt;
Schon musiziert ein zuckender Lasse Gjertsen auf youtube.com.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Würden Sie auch &lt;b&gt;das &lt;/b&gt;den Schülern zeigen?&quot;&lt;br /&gt;
Lasse demonstriert den ultimativen Selbstmord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Und &lt;b&gt;das &lt;/b&gt;haben mir meine Kids gezeigt.&quot;&lt;br /&gt;
In happy tree friends reißt sich ein liebliches Zeichentrick-Schmusetier das linke Auge aus dem Hirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann setzt die Eigenzensur ein. An den Lehranstalten zeigt man keine Kreuzfahrten ins Urogenitalsystem. Youporn bleibt ausgespart. Unter Lehrern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Reaktionen:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
1. &quot;Das kennen wir alles nicht wirklich. Die Kinder schon.&quot;&lt;br /&gt;
2. &quot;Die Frage ist nicht, ob wir das unseren Schülern zumuten, sondern &lt;b&gt;sie&lt;/b&gt; uns.&quot;&lt;br /&gt;
3. &quot;Die sehen und produzieren täglich Leichen, warum fürchten wir uns vor der komischen Selbstmordparodie?&quot;&lt;br /&gt;
4. &quot;Das ist gesetzlich extrem haarig ... also nicht für die Kinder, sondern für mich als Lehrperson.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Schlüsse: &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
1. Jugendschutz hat sich umgedreht, die Jugend schützt uns Erwachsene vor ihrem Medienalltag voll lustvoller Gewalt und derber Peinlichkeit.&lt;br /&gt;
2. Wenn es um die dunkelsten Winkel unserer Kinderseelen geht, lassen wir sie alleine herumtappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Moderne Tabus.&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-27T06:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4933740/">
    <title>Ein Behinderter im Starbucks</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4933740/</link>
    <description>Ein Starbucks. Einer von hunderttausenden, die über unsere Städte wuchern und mit angeblich qualitativ hochwertigen Produkte überziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im hintersten Eck sitzt ein geistig Behinderter und quasselt sinnloses Zeug vor sich her. Seine Hände zucken ohne Unterlass, sein Körper quält sich mit unbekannten Gedanken. Die Kunden übersehen dieses Schauspiel mehr gezwungen als gelassen, man tut sich schwer mit diesem elenden Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein junges Mädchen in engen weißen Jeans dürfte die Lage nicht ganz richtig einschätzen können und erhebt sich aus ihrer lässigen Girlie-Runde, schreitet locker zu dem offensichtlich Kranken und baut sich selbstbewusst vor ihm auf:&lt;br /&gt;
&quot;Kannst Du nicht deine Pappn halten?&quot; geht sie ihn direkt an.&lt;br /&gt;
Der Mann weiß nicht, wie ihm geschieht und antwortet in schwer verständlichen Worten:&lt;br /&gt;
&quot;Du bist so schiach.&quot;&lt;br /&gt;
Mehr hat er nicht gebraucht, um die fünfzehnjährige Furie durchstarten zu lassen. Schreiend, schimpfend, beleidigend macht sie den Behinderten vor großem Publikum zur Schnecke, dreht sich elegant auf ihren modischen Stiefeln um ... und läßt den Armen blöd sitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine stolze Gewinnerin verlässt den Ring, die junge, elegante Kundschaft schaut betroffen weg. In welcher Gesellschaft lebe ich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(A.d.R.: Pappn = Mund, schiach = hässlich)</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-18T11:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4915653/">
    <title>Hund um 30.000</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4915653/</link>
    <description>&quot;Meine Mama kann sich nicht entscheiden. Entweder den Volvo C70, du weißt schon, oder das neue 6er-Cabrio.&quot;&lt;br /&gt;
Kurze Pause, nicht lange genug, um die Zuhörer zu Wort kommen zu lassen.&lt;br /&gt;
&quot;Ich glaub&apos;, sie wird dann beide nehmen ... und eines mir überlassen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carlo hat den &lt;b&gt;Führerschein &lt;/b&gt;geschafft, die Schule ist links liegen geblieben. Die letzte Klasse hat er dreimal gemacht, er ist 18 geworden und fährt stolz die 195 PS seiner Mutter spazieren. Von den neuen Fahrzeugen können beide höchstens träumen, aber Carlo lebt blendend in dieser seiner &lt;b&gt;Lügenwelt&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Unser Hund hat uns schon 30.000 Euro gekostet.&quot; &lt;br /&gt;
Ein blöder Dackel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich lad&apos; euch mal ein, dann koche ich  - aber nur das beste.&quot;&lt;br /&gt;
Er freut sich, wenn seine Oma frisches Gulasch macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal bauen Kinder Welten auf, die nicht einmal im Second Life geglaubt werden. Niemand kann sie mehr ernst nehmen, ganze Klassen verdrehen die Augen, ein Fall für wen?</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-08T11:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4889021/">
    <title>Handyrechnung - macht Mami</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4889021/</link>
    <description>Oliver, 17, hat einen Handyvertrag mit &lt;b&gt;Flatrate &lt;/b&gt;abgeschlossen: 19 Euro pro Monat, ein Drittel seines Taschengeldes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Die gehen mir so auf den Sack! Die schicken mir keine Rechnung, sondern gleich die Mahnung&quot;, echauffiert er sich. Fast 50 Euro, binnen vierzehn Tagen. Kein Bitte, eine Forderung, das ist er nicht gewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wie werden aus 19 gleich 50 Euro?&quot;, frage ich.&lt;br /&gt;
&quot;Da hab&apos; ich mir ein SMS-Zusatzpaket geleistet, meine Freundin wollte das. 10 Euro. Dazu kommen noch Gebühren in fremde Netze, Roaming, Klingeltöne, Downloads etc. Und schließlich 9,90 Manipulationsgebühren.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Wofür?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Für die Mahnung.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olivers Mutter hat dann angerufen. (Der 1,85m-Sohn war zu feig dazu. Freundin, ja. Gemeinsamer Uralub, gerne. Führerschein, ja. Disko bis 5 Uhr früh. Aber wehe er muss zum Arzt gehen, ein Amt aufsuchen oder offiziell telefonieren - &lt;b&gt;das macht dann Mami&lt;/b&gt;!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Was hat deine Mutter rausgefunden?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Dass mein Konto leergeräumt war, hihi. Die haben nicht abbuchen können, weil mein Jugendkonto nicht ins Minus kommen darf, also haben sie mir eine Mahnung geschickt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht 50 Euro. Bei 65 Euro Taschengeld. Dann springt Mami wieder ein.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-25T13:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4877763/">
    <title>von hinten</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4877763/</link>
    <description>&lt;b&gt;&quot;Referate haben Lehrer erfunden, die keine Vorbereitung machen wollen und auch zum Unterrichten zu faul sind.&quot;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(O-Ton eines 17-jährigen Gymnasiasten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit gibt es noch triftigere Gründe, gegen das unverständliche Ableiern von unwichtigen Details der Wissenschaftsgeschichte im Klassenraum anzutreten. &lt;br /&gt;
Fest steht: Ich habe Jahre und ein langes Studium aufgewendet, um Wissen und Fähigkeiten prägnant und verständlich an meine Schüler heranzubringen. Diesen kognitiven und methodischen Erfahrungsvorsprung nutze ich. Nicht immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sitze ich in der letzten Reihe und höre den vortragenden 14-jährigen zu. Sie zeigen Tafeln mit Grafiken, verwenden Overheadfolien und schreiben Stichworte an die Tafel. Sie üben, sich und ihr erarbeitetes Wissen zu präsentieren.&lt;br /&gt;
Und ich erlebe die Klasse von hinten, aus Schülersicht.&lt;br /&gt;
Ich sehe also Dinge, die den Schülern zur Selbstverständlichkeit geraten sind, ohne mir bisher aufgefallen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Der &lt;b&gt;Fußboden &lt;/b&gt;ist schmutzig. Weil der Architekt in unversiegeltes Buchenparkett verliebt war, staut sich in den Fugen Staub und Abfall. Wahrscheinlich leben wir auf einem süßen Biotop.&lt;br /&gt;
Jeder, der sich stundenlang fadisiert, dürfte solche Gedanken schon leise vor sich hingewälzt haben. Den Blick schlaftrunken zu Boden gesenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die &lt;b&gt;Enge &lt;/b&gt;zwischen den Sitzreihen wirkt beängstigend. Ich freue mich auf den nächsten Langstreckenflug nach Uruguay, so schlimm wie sechs Stunden fremdbestimmtes Sitzen kann auch die Holzklasse der Uru-Air nicht werden. Dort wird der Kunde abgefüttert, kann zwischendurch aufstehen und die Toiletten besuchen, lesen - was er will - und vielleicht sogar einen Film aus diesem Jahrhundert genießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die &lt;b&gt;Technik &lt;/b&gt;ist ein Hund: Es hängt ein Monitor von der Decke, aber das SCART-Kabel dorthin fiel Souvernirjägern zum Opfer. Es brennt eine Lampe im Overhead-Projektor, aber (aus Platzgründen) so nahe an der Tafel, dass die Folien wie überbelichtete Fischaugen glänzen. Es steht ein Computer-Monitor auf dem Medienschrank, verstaubt aber mangels schneller Verbindung zum Server. Laut Statistik zählen wir sicher zu den bestausgestatteten Schulen des ganzen Universums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Am Vortag sollte man früher &lt;b&gt;schlafen &lt;/b&gt;gehen. Sonst nähert sich die Müdigkeit mit Lichtgeschwindigkeit der Unendlichkeit. Reden hält wach, Zuhören nicht. Ehrlich, das hatte ich vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ein guter Grund für Referate und Präsentationen.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-21T16:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4864085/">
    <title>Verdammt cool</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4864085/</link>
    <description>&quot;Es ist so verdammt cool, nichts zu tun.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Diagnose zum Seminarthema: &quot;Probleme des Unterrichtens&quot;)</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-15T10:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4852306/">
    <title>Medien? Meidien!</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4852306/</link>
    <description>&quot;Seit die &lt;a href=&quot;http://insider.orf.at/dancingstars/&quot;&gt;Dancing-Stars&lt;/a&gt; im Fernsehen sind, geht keiner mehr in die Tanzschulen, will keiner mehr tanzen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortbildungsseminar &quot;&lt;b&gt;Medienethik&lt;/b&gt;&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Unsere Kinder werden von niemanden mehr erzogen - außer von verantwortungslosen Medien&quot; &lt;/b&gt; lautet provokant mein einführendes Statement, das die moderierende Dozentin vom Publikum eingefordert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übliche Reaktion: &quot;&lt;i&gt;Es gibt keine Beweise, dass die Medien an der Verrohung der Jugend schuld sind.&lt;/i&gt;&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die US-Army trainiert ihren Kämpfern mit brutalen Computerspielen die natürliche Schießhemmung ab. Zufällig (?) steuern unsere Kids die gleichen Avatare über die heimischen Monitore. Jetzt nutzen pikanterweise amerikanische Psychologen die selben digitalen Szenarien, um traumatisierte Irak-Soldaten aus ihrem Elend zu retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Wissenschaft kann keinen Zusammenhang zwischen Gewalt und Medienkonsum herstellen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wenn man heute in einen Turnsaal voller Kinder schaut, sieht man vielleicht noch ein Kind, das sich gut bewegt, früher waren dicke Kinder die Ausnahme.&quot; (P.Haubner, Präsident der Sportunion Österreich; Kurier, 8.4.2008, S. 17)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Hat das nichts mit Computer und Fernsehen zu tun?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Schüler gehören zu den visuellen Lerntypen, viel weniger sind auditiv bzw. motorisch veranlagt, predigen unsere pädagogischen Ausbildner und fordern seit Jahrzehnten den Einsatz multimedialer Unterrichtsmaterialien. &lt;br /&gt;
Bloß sind unsere heutigen SchülerInnen vom grenzenlosen Medienkonsum dermaßen übersättigt, dass sie motorische Beschäftigungen brauchen, um motiviert zu lernen. Die Medien haben unsere Kinder in wenigen Jahren völlig umerzogen, total umgeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Medienwissenschafter schlafen ruhig weiter.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit denken unsere Kids wie die &lt;b&gt;Simpsons&lt;/b&gt;, lieben wie in &lt;b&gt;youporn &lt;/b&gt;und machen, was unsere TV-Stars vortanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Natürlich sind die Tanzschulen voll, der einleitenden Satz erstunken und erlogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine These: &lt;b&gt;Die Medien erziehen uns. Verantwortungslos&lt;/b&gt;. Hemmungslos. Pausenlos.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-10T07:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4831590/">
    <title>Ist das Gewalt?</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4831590/</link>
    <description>Wir erwischen ihn im letzten Moment, den &lt;b&gt;Bus &lt;/b&gt;601, der uns in die Stadt bringt. Es könnte zu regnen beginnen und dunkel wird es auch bald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Plätze besetzt, wir verdrücken uns ins letzte Eck und atmen einmal durch. Vor uns sitzen drei ältere Damen, offensichtlich frisch pensionierte Touristinnen, die unsicher die Welt entdecken. Neben uns das genaue Gegenteil: vier junge Burschen, die vor Selbstsicherheit strotzen:&lt;br /&gt;
&quot;Hello, sit down&quot;, grinsen sie den Rentnerinnen entgegen, die längst sitzen, aber nett zurücklächeln. Alles rosarot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den &lt;b&gt;Jungs &lt;/b&gt;wird schnell fad, sie suchen Abwechslung, beginnen zu rempeln und stoßen. Einer klettert über die Sitzbank zum Busende, ein anderer drängt sich durch den Bus und wieder zurück.&lt;br /&gt;
Die Mienen der drei Mitfahrerinnen versteinern allmählich. Grauer Alltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage spitzt sich zu, als drei &lt;b&gt;Mädchen &lt;/b&gt;im richtigen Alter einsteigen und das Interesse der pubertierenden Jungmänner anziehen:&lt;br /&gt;
&quot;Ihr gehört doch längst ins Bett!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Selber, du Baby!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Willst frech werden?&quot;&lt;br /&gt;
Das älteste und stärkste der Mädchen geht auf die dummen Sprüche ein und gibt Kontra: &quot;Halt den Schlapfen, Goscherter.&quot;&lt;br /&gt;
Sprachliches Ping-pong aus den unteren Schubladen. Kennen wir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Touristinnen verstehen zwar kein Wort, wohl aber den aggressiven Ton, sie blicken hilfesuchend umher.&lt;br /&gt;
Einer der lustigen Burschen belässt es nicht bei dummen Sprüchen und zieht das kleinste der Girlies am Rucksack zu sich. Und wieder. Und noch einmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteren Damen verlieren ihre Geduld und die Frau neben mir, meine Frau, wird auch nervös. Ich spüre die Blicke auf mir ruhen, die Forderungen liegen in der Luft: &quot;Du bist der Mann, der Lehrer, greif endlich ein!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lehne mich entspannt zurück, erkläre später meiner Gattin, dass solche Spiele und Sprüche zwischen den Geschlechtern zur Norm geworden sind, oder immer schon waren: &quot;Die Mädchen hätten problemlos wegehen können. Wollten sie aber nicht. Ich mische mich da nicht ein.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern lese ich in der Zeitung genau das Gegenteil: &quot;Das Anrempeln von Mädchen ist nicht bloß Kontaktaufnahme, sondern ein Übergriff.&quot; (Kurt Scholz, Die Presse, S. 37,  1.April 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Balzen oder Gewalt&lt;/b&gt;?</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-02T07:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4824429/">
    <title>Leer-Ausgang</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4824429/</link>
    <description>Ein &lt;a href=&quot;http://www.hundertwasser.at/deutsch/austellungen/guy%20bourdin.php&quot;&gt;Fotograf&lt;/a&gt; hinterlässt eine Botschaft, wir hören sie.&lt;br /&gt;
Es steht 30:4. Dreißig weibliche Besucher, 4 männliche. Auch die Führung übernimmt eine Frau, sie erklärt ebenso sachkundig wie kritisch das Schaffen des französischen Lichtkünstlers Guy Bourdin. Nicht alle hören konzentriert zu, viele schwätzen hingebungsvoll vor den bunten Fotos. Ein Handy läutet, das gehört zum schlechten Ton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich hab mir selbst einmal Jourdan gekauft, wirklich hinreißend&quot;, outet sich eine der feineren Damen.&lt;br /&gt;
Ich hatte Gott sei Dank gut aufgepasst und gelernt, dass &quot;Jourdan&quot; eine Schuhmarke ist, eine bekannte, eine famose. Bourdin fotografierte oft für diese Marke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenthema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Immer dieser sexistische Blick, das stört mich furchtbar&quot;, outriert sich eine andere Besucherin, die vor den langen, nackten Beinen eines verführerischen Fotomodels kapituliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schuhwerbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mich zusammenreißen. Ich ertappe mich, wie ich auf die herumlaufenden Menschen statt auf die aufgehängten Bilder achte. Wie ich Sätze für den Blog bilde statt Gedanken zu den Kunstwerken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe die Verachtung in den Minen derer, die geschminkte Kindmädchen in lasziven Posen missbilligen. &quot;Wir wissen alles besser&quot;, sagen mir diese Gesichter, &quot;wir würden keine Frauen als Objekte abbilden, keine Minderjährigen für platte Werbeposen missbrauchen.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Realitätsverweigerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Haben Sie noch Fragen?&quot;, schließt die Führung souverän ihren Rundgang durch die Ausstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Fragen, wie gewohnt. Unsere Meinung war vorher schon gefestigt, unser Interesse eher Neugier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot; ... die Schuhe waren wirklich wunderschön.&quot; Wenn eine abschließende Bemerkung zur Katastrophe ausarten kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schaut eine &lt;b&gt;Führung für Lehrer&lt;/b&gt; aus. Künstlerisch interessierte LehrerINNEN. SchülerINNEN können nicht schlimmer sein.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-30T10:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4792372/">
    <title>Kunst macht frei</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4792372/</link>
    <description>Zwei KollegInnen treffen einander am Gang. Sie verdienen gleich viel, damit das klar ist, gleich wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich seh&apos; dich dann beim Café-Automaten,  halb zwölf, ok?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Halb zwölf? Nee, geht nicht. Hast Du keinen Unterricht?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Is&apos; ja &lt;b&gt;Tag der Kunst&lt;/b&gt;, oder?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Schon! Deshalb habe ich keine Zeit für nichts. Hab mehr zu tun als an normalen Tagen. Den EDV-Workshop, eine Präsentation für 15.00 Uhr vorbereiten, das Buffet aufbauen ...&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Siehst! Dort könnten wir uns treffen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grinsen kann nett oder provokant empfunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Hast Du wirklich nichts zu tun?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Nicht wirklich. Alle meine Schüler nehmen an diversen Workshops teil, was soll ich tun?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Arbeit gibt es genug!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ich muss sie ja nicht suchen. Also bis dann!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim nächsten Tag der Kunst wird mindestens ein Lehrer weniger engagiert sein. Wegen eines Kaffeeautomaten. Grins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erklärung: &lt;br /&gt;
Am &lt;b&gt;Tag der Kunst&lt;/b&gt; wird der Klassenunterricht zu Gunsten künstlerischer Workshops aufgelöst. Die Engagierten (SchülerInnen und LehrerInnen) ertrinken in ungewohnten Aufgaben, die anderen zelebrieren IHRE künstlerische  Freiheit.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-17T13:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4775850/">
    <title>Verwöhnt?</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4775850/</link>
    <description>&lt;b&gt;Sarah&lt;/b&gt; hat von Jus auf Wirtschaftsrecht umdisponiert: &quot;Dieses ewige Auswendiglernen von kiloschweren Skripten hab ich nicht derpackt! Jetzt geht&apos;s mir gut: Kleine, überschaubare Prüfungen ... wie ich es gewohnt war.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Jan&lt;/b&gt; hat sein Uni-Studium ganz abgebrochen und möchte im Herbst auf eine FH gehen: &quot;Die haben klare Pläne. Vormittag Unterricht - Nachmittag frei.&quot; Momentan chillt er. Cool.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Alex&lt;/b&gt; kämpft sich mühselig von einer Vorlesung zur anderen Übung, hat jetzt seine Kinderbeihilfe verloren: &quot;Ich schaff keine Prüfung auf Anhieb, unglaublich. Deswegen bin ich nicht rechtzeitig mit dem 1.Studienabschnitt fertig geworden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was haben Sarah, Jan und Alex &lt;b&gt;gemeinsam&lt;/b&gt;?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie waren ausgezeichnete Schüler in einem beliebtem Gymnasium.&lt;br /&gt;
&quot;Dort haben wir mit wenig Aufwand beste Noten bekommen ... und nie richtig arbeiten gelernt,&quot; bekennen und bereuen sie. Verwöhnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Jenny&lt;/b&gt; hat Sinologie gewählt und studiert so nebenbei an einer Fernuni Betriebswirtschaft. Erfolgreich. Sie kommt aus einer harten Schule, hat mit viel Arbeit und mäßigem Erfolg ihre Reifeprüfung geschafft.  &quot;Meine Eltern haben nicht nachgegeben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zufall oder System?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Die &quot;harte Schule&quot; kämpft mit sinkender &lt;b&gt;Nachfrage&lt;/b&gt;. Die Lehrer machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz und überlegen nervös, wie sie mehr Schüler ansprechen können.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-11T07:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4766705/">
    <title>Anzeige!</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4766705/</link>
    <description>Aufruhr beim Friseur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Die Frau Direktor hat bei mir angerufen,&quot; schreit die frisierende Mutter in ihren Haarsalon. Sie weiß nichts von meinem Beruf.&lt;br /&gt;
&quot;Ich soll die &lt;b&gt;Anzeige &lt;/b&gt;zurücknehmen&quot;, setzt sie fort, &quot;aber das kommt nicht in Frage.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein junger Herr, das wundert mich, will die juristischen Details wissen: &quot;Dürfen Sie das überhaupt?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ja freilich könnt&apos; ich die Anzeige zurücknehmen, aber erstens will ich nicht und zweitens hat der Herr Inspektor - der kommt ja auch zum Schneiden zu uns - ganz abgeraten.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chefin nimmt sich Zeit und erklärt die &lt;b&gt;Sachlage&lt;/b&gt;: Zwei Mädchen - das unterstreicht sie gekonnt - haben in der Klasse ihrer Tochter einen richtigen Coup gelandet: 1200 Euro und elf Handys haben sie geklaut. &quot;Eine Kroatin und eine Türkin!&quot; wird die Stimme meisterlich angehoben, damit die gesamte Klientel Bescheid weiß.&lt;br /&gt;
Anzeige. Polizei. Aufruhr.&lt;br /&gt;
Anruf.&lt;br /&gt;
&quot;Die Direktorin fürchtet halt um den Ruf ihrer Schule&quot;, interpretiert eine Zuhörerin nicht unschlau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zufällig (naja, nicht ganz zufällig) kenne ich die sozialdemokratisch engagierte Schulleiterin von diversen Treffen. Unsere Stadt ist mehr ein Dorf. &lt;br /&gt;
Sie fürchtet nicht nur um den Ruf ihrer Schule, sie fürchtet auch die Artikel der Lokalpresse, und sie fürchtet um die beiden Mädchen und deren Familie ... und sie erahnt die hochschwappenden Klischees rund um das Thema Ausländerkriminalität. Sie möchte das Problem intern und pädagogisch aus dem Weg räumen. Schule und Schüler schonend ... schschsch.... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich würde auch bei der Anzeige bleiben. Man kann ja nicht alles unter den Tisch kehren&quot;, lege ich bescheidene 11 Euro neben die Registrierkasse.&lt;br /&gt;
&quot;Aber die Mädchen werden sich rächen.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;So und so - die haben ja genug Brüder und Cousins.&quot;</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-07T10:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/4755004/">
    <title>Das Quadrat der Frau Hirsak</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/4755004/</link>
    <description>Meine Schule sehe ich als soziales Viereck, in dessen Mitte &lt;b&gt;Leere &lt;/b&gt;gähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Hirsak zieht an einer der Ecken, meine Frau hält am anderen Ende schwach dagegen. Der kleine Hirsak trifft mich zwei Mal die Woche im Klassenraum, damit die Geometrie zur Perfektion gerät: Vier menschliche Ecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenfrage: Treffen Sie auch manchmal die Frau des Lehrers Ihres Lieblingskindes im Supermarkt? Fragen Sie dann nach den letzten Mitarbeitsnoten und nebstbei die werte Gattin ihres Zahnarztes nach dem Kostenvoranschlag?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Hirsak nicht. Sie fragt nicht, sie erwähnt. Horchend. Aus.&lt;br /&gt;
Da gibt&apos;s bei euch eine Truppe, die in der Garderobe die Kästen aufbricht.&lt;br /&gt;
Davon wusste meine liebe Gattin nichts, ich beichte nicht alles. Frau Hirsak hilft.&lt;br /&gt;
Die stehlen aber nicht, die wollen nur ruinieren. Aufgebrachte Eltern waren schon beim Direktor. Der unternimmt aber nichts! &lt;br /&gt;
Was soll man da antworten? Sowas gibts bei uns? Nicht.&lt;br /&gt;
Die haben die Kleider von oben bis unten angespuckt.&lt;br /&gt;
Den Schaden regelt die Waschmaschine, aber die Schmach schmerzt weiter. Polizei einschalten? Lehrer auf die Lauer legen? Inquisition? &lt;br /&gt;
Bei uns nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klage setzt sich fort. Meine Frau als Mauer.&lt;br /&gt;
Im Hallenbad geht ein Virus um. Muss sich irgendwie im Sprühnebel verteilen, aber die Kinder müssen trotzdem schwimmen gehen.&lt;br /&gt;
Das Gerücht ist mir nicht zu Ohren gekommen.&lt;br /&gt;
Die halbe Stadt geht dort ins Wasser, in die Sauna, zum Solarium  da könnten auch die Kinder überleben. Oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Frau berichtet abends Frau Hirsaks Berichte, ich klappe die Ohren zu, drehe den Fernseher lauter: Nachrichten aus dem Tschad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Quadrat fordert seine &lt;b&gt;Leere&lt;/b&gt;.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 teacher</dc:rights>
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