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    <title>niemehrschule</title>
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    <title>niemehrschule</title>
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  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/6049928/">
    <title>Schule, den ganzen Tag</title>
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    <description>Um neun Uhr morgens gehen die Tore auf, vorher herrscht Friede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kommt ein Schulwart und bringt den Beamer in meinen Klassenraum. Ich rufe ihn noch einmal an, weil ich Kopien brauche. Macht er. Dann bereite ich einen Versuch auf dem hintersten Tisch vor: Ein Aquarium, eine Kerze, Sauerstoff - alles steht im Nachbarraum bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein einziger Schüler kommt zu spät, sie dürfen nach dem Gong nicht mehr in die Klasse - ich kann völlig ungestört mit meiner Arbeit beginnen. Disziplin ist nicht mein Problem, dafür gibt es einen pädagogischen Leiter in der Schule. Er nimmt Kontakt mit den Eltern auf und verpasst jene Strafen, die er für angemessen hält. Ich bin hier Lehrer, Experte, Fachmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Mittag treffe ich meine Kollegen in der Kantine. Alle essen hier, Suppe, Haupt- und Nachspeise. Ein Getränk dazu. Alles in guter Qualität. Die Zigarette danach rauchen wir auf dem Schulhof. Ein paar jüngere Nikotingenossen gesellen sich zu uns, es geht mir wie in Manhattan vor den Büros, wo sich alle Hierarchien um den Aschenbecher treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nachmittag teilen sich die Schüler auf. Ein paar treffe ich im Theaterforum, sie studieren eine Ionesco-Szene ein. Andere ziehen im Hallenbad ihre Runden, ich gehe mit meinem Videoteam zum Basketball. Eine Europaklasse aus Italien hat sie herausgefordert. Alles ist direkt am Campus möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Freistunde verbringe ich heute in der Mediathek. Ich lese die letzten Fachzeitschriften, surfe im Netz oder bereite meine Stunden vor. Mindestens 30 Schüler sind im gleichen Raum, er ist riesig und hell, gut gegliedert, es herrscht die Ruhe, die ich von der Nationalbibliothek kenne. Jemand stellt Pinnwände auf, das wird schon als Störung empfunden: Pscht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin gerne den ganzen Tag an meiner Schule. Obwohl ich manchmal zu Mittag lieber in eines der Cafés in der Umgebung gehe: Kleiner Espresso zum Nachtisch, kleiner Plausch mit der Besitzerin. Meine Schüler kommen um 5.00 aus der Stadt zurück und geben ihre Arbeiten ab, sie wissen, wo ich mich befinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo? &lt;br /&gt;
In einer Partnerschule in Toulouse. Ganztagsschule. Lycée. Europaklasse. Mit allen Einrichtungen, die dazu gehören. Selbständige Menschen, die meinen Rat suchen und mein Wissen nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zu Hause, in Österreich ist das alles unmöglich:&lt;/b&gt; Die Neue Nachmittagsbetreuung findet am Gang und in kahlen Klassenräumen statt. Das ist keine Betreuung, sondern ein Witz. Dafür machen sich plötzlich die Großparteien stark. Wissen sie es nicht besser? Oder muss Politik so verlogen sein.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-18T20:35:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/6044422/">
    <title>Körperliche Nähe</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/6044422/</link>
    <description>Ich will mit aller Vorsicht anfragen: &lt;br /&gt;
Wenn zwei &lt;b&gt;Kinder&lt;/b&gt;, vielleicht 11 oder 12 Jahre alt, 1.40 oder 1.50 Meter hoch, sichtlich vor der Pubertät (!) eng umschlungen und schmusend auf dem Schulgang stehen, hat das was mit Liebe oder mit Exhibitionismus zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns längst daran gewöhnt, dass sich &lt;b&gt;Pärchen &lt;/b&gt;an allen Ecken der Schule verabreden. Dass sich Mädchen auf den Gangtisch setzen, um ihre Beine theatralisch um die Hüften der Liebhaber zu wickeln. Dass Liebende in den Garderoben verschwinden ... es kratzt uns nicht (mehr). Wir sind aufgeklärt und tolerant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es fehlt mir noch was.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich erlebe ich feuchte Begrüßungsrituale, Bussi auf die Wangen, Bussi auf die gespitzten Lippen, innige Umarmungen. Ich sehe sie Händchen halten, Körper wärmen, Tränen trocknen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber irgendwas fehlt mir noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle diese Bezeugungen finden zwischen Burschen und Mädchen statt, finden auch zwischen zwei Mädchen statt, aber zwischen zwei Burschen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;&lt;b&gt;Weuhhhh, grauslich&lt;/b&gt;!&quot;, höre ich die Liebenden schreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo bleibt hier die Gleichberechtigung? &lt;br /&gt;
Und wo die Grippewelle?&lt;br /&gt;
Fehlt noch was?</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-15T14:44:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/6034982/">
    <title>Mathematischer Müllhaufen</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/6034982/</link>
    <description>&lt;b&gt;Supplieren &lt;/b&gt;ist unbeliebt: Oft muss man kurzfristig eine fremde Klasse übernehmen und weiß nicht, was einen hinter der Tür erwartet. Dieses Mal war es leichter - ich kannte die vierte Klasse und die abwesende Kollegin hat mir vorsorglich eine Videokassette in die Hand gedrückt: &lt;br /&gt;
&quot;Schau mit ihnen den Anfang von &lt;i&gt;Little Buddha&lt;/i&gt; an, du kennst dich ja mit asiatischen Kulturen aus.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Super. Gerne.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich winke mit der &lt;b&gt;Kassette &lt;/b&gt;und wundere mich über die Reaktion der Schülerinnen:&lt;br /&gt;
- &quot;Nein! Der ist fad.&quot;&lt;br /&gt;
- &quot;Muss das sein?&quot;&lt;br /&gt;
- &quot;Wir haben nächste Stunde Mathe-Schularbeit!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ok&quot;, sage ich, &quot;wenn ihr lieber &lt;b&gt;Mathe &lt;/b&gt;üben wollt ...&quot;&lt;br /&gt;
Das hätte ich nicht tun sollen.&lt;br /&gt;
&quot;Können Sie uns eine Rechnung aufgeben?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ahhh ... was macht ihr gerade?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Quadratwurzeln mit Variablen!&quot;&lt;br /&gt;
Das habe ich das letzte Mal vor 30 Jahren probiert.&lt;br /&gt;
&quot;Gut, rechnet mal die Quadratwurzel aus 64 x hoch 4.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Das ist zu einfach!!!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Zwischenfrage beschert mir weitere Schmach.&lt;br /&gt;
&quot;Ist 2,64 eine rationale Zahl?&quot;&lt;br /&gt;
Bevor ich etwas Falsches behaupte, steige ich auf den Einserschmäh um und reiche das Problem an die Klassenbeste weiter: &quot;Was sagst Du, Tanja?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Eigentlich schon.&quot;&lt;br /&gt;
Leider steht im Heft das Gegenteil.&lt;br /&gt;
&quot;Dann werde ich einfach nachschauen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wolframalpha.com/&quot;&gt;Wolframalpha&lt;/a&gt; soll eine schlaue Wissensmaschine sein, aber sie gibt nur gute Antworten auf gute Fragen. Ich erkenne, dass es - entgegen anders lautender Behauptungen - blöde Fragen gibt: Keine Lösung. &lt;i&gt;Wikipedia &lt;/i&gt;definiert superschlau, aber viel zu umständlich: Auch keine Lösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich geh jetzt mal ...&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Super, Herr Professor!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ich geh ... ins Lehrerzimmer ... fragen.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Danke.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort gibt mir ein Mathematikkollege eine Einführungsvorlesung in Sachen &lt;i&gt;reelle Zahlen&lt;/i&gt; und schreibt mir eine halbe Seite voll mit diversen Beispielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück in der Klasse umringt mich sofort ein Dutzend neugieriger Schülerinnen. Ich erkläre stolz:&lt;br /&gt;
&quot;2,64 ist eine rationale Zahl, weil die nicht sichtbare Null dahinter periodisch ist.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Sag ich ja&quot;, ätzt Superschlau-Tanja.&lt;br /&gt;
&quot;Und warum habt ihr ins Heft das Gegenteil geschrieben?&quot;&lt;br /&gt;
Achselzucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dedektivisch &lt;/b&gt;komme ich dem Rätsel auf die Spur:&lt;br /&gt;
Die Kinder mussten selbständig Wurzelrechnungen lösen und entscheiden, ob die Ergebnisse rational oder irrational sind. Bei Wurzel aus 6 waren zu viele Stellen hinter dem Komma, also haben sie auf 2,64 gerundet und dann entschieden: Rationale Zahl. &lt;br /&gt;
Falsch.&lt;br /&gt;
&quot;Völlig verkehrter Ansatz, Leute. Gerade wenn hinter dem Komma so ein &lt;b&gt;mathematischer Müllhaufen&lt;/b&gt; steht, dann handelt es sich um irrationale Zahlen.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Mathematischer Müllhaufen? Das verstehe ich&quot;, jubeln die Zuhörer.&lt;br /&gt;
&quot;Also, wenn keine Periodizität zu erkennen ist&quot;, will ich mich verbessern.&lt;br /&gt;
&quot;Neee. Müllhaufen!&quot;</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-09T19:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/6024805/">
    <title>Provokante Fragen</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/6024805/</link>
    <description>Es gibt Menschen, die halten Hamburger mit Pommes für &lt;b&gt;gutes &lt;/b&gt;Essen.&lt;br /&gt;
Sie finden Cola &lt;b&gt;geil &lt;/b&gt;und &lt;strike&gt;Popups&lt;/strike&gt; Alkopops cool.&lt;br /&gt;
Diese Menschen ziehen neonfarbene T-Shirts an und setzen bunte Kappen auf, um &lt;b&gt;Stil &lt;/b&gt;zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schauen RTL, um sich gut zu unterhalten, lesen Bravo, um sich zu informieren und spielen Ballerspiele, um sich zu entspannen.&lt;br /&gt;
Es gibt Menschen, die halten Sternchen für Stars und kreischen vor Begeisterung bei Tokyo Hotel und DSDS.&lt;br /&gt;
Sie würden bedenkenlos populistische Rechtspolitiker zu Präsidenten wählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie tragisch ist es, wenn diese Menschen die heutige &lt;b&gt;Schule &lt;/b&gt;ablehnen?&lt;br /&gt;
Oder:&lt;br /&gt;
Dürfen wir diesen Menschen die &lt;b&gt;Entscheidung &lt;/b&gt;überlassen, was gute Schulen leisten sollen?&lt;br /&gt;
Und:&lt;br /&gt;
Können diese Menschen &lt;b&gt;Lehrer &lt;/b&gt;beurteilen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Das Verkehrsrecht nimmt sie vom Vertrauensgrundsatz aus, das Strafrecht gesteht ihnen mangelnde Reife zu - wie viel Verantwortung können wir ihnen im Schulrecht übertragen?</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-03T12:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/6014994/">
    <title>Tee trinken</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/6014994/</link>
    <description>Die neuen Schulbücher versuchen, politisch korrekt zu sein. Eines der &lt;b&gt;Fotos &lt;/b&gt;zeigt daher einen jungen Nordafrikaner, der seinem Cousin aus einer orientalischen Zinnkanne Tee einschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich kein aufregendes Detail, es ist mir nicht einmal aufgefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nadine, 16:&lt;br /&gt;
&quot;Ha, was ist denn das?&quot;&lt;br /&gt;
Sie kann es nicht fassen, dass zwei Jugendliche gemeinsam Tee trinken.&lt;br /&gt;
&quot;Was ist denn das für eine öde Kanne?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Wahrscheinlich Marokko&quot;, erkläre ich kurz.&lt;br /&gt;
&quot;Und der andere? Warum hat der so ein kleines Glas?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Tee trinkt man dort aus Gläsern, nicht aus Tassen oder Häferl.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie finden die Szene irgendwie lächerlich, also frage ich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wie würde das bei euch ausschauen?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ein Zwanzigjähriger und ein Sechzehnjähriger? Die würden bei einem Bier sitzen! Aber nicht zuhause auf einer Couch, sondern in einem coolen Lokal.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Interpretationsohr hört zwischen den Zeilen: &quot;Tee auf der Couch? Das ist armselig, schwul, kindisch.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erzähle von der &lt;b&gt;Kultur des Teetrinkens &lt;/b&gt;in orientalischen Basaren. Heiß. Süß. Geschmack. Gastfreundschaft. Gespräche. Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Können wir das nächste Stunde machen?&quot;, fragt die Nachbarin interessiert.&lt;br /&gt;
&quot;Schon klar, dass ihr lieber Tee mit mir trinkt als Übungen zu schreiben,&quot; blocke ich ab.&lt;br /&gt;
&quot;Oder vielleicht vor Weihnachten&quot;, kommt ein Kompromiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tja, Ich werde sie wohl einladen müssen. &lt;br /&gt;
In der Schule habe ich nicht einmal heißes Wasser. Natürlich keinen Tee, keine Gläser, keinen Zucker, keine Löffel. Wir sind ein ödes Amt. Ich werde einkaufen gehen, Becher besorgen, Kekse dazu, abwaschen ... mein (finanzielles) Privatvergnügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das Buch so politisch korrekt ist. Nicht aber die Schule.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-28T10:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/6008681/">
    <title>Das Hauptproblem</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/6008681/</link>
    <description>&quot;Tausend Mal gerührt, nie ist was passiert.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe tausend &lt;b&gt;Schwächen der Schule&lt;/b&gt; angeprangert, seit Monaten suche ich die größte Untiefe des Systems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zwei Geographielehrer:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&quot;In der Bibliothek stehen zwei neue Werke zur Stadtgeographie - hast Du sie schon gesehen.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ja, ich habe schon herumgeblättert ... aber was soll&apos;s.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ich will mich da auch nicht mehr durchquälen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zwei Spanischlehrer:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&quot;Bist Du in der 7.Klasse mit den Pronomen schon fertig?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ich hab das jetzt sieben Mal erklärt, jetzt müssten sie das doch kapieren!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Es ist eine Katastrophe. Ich glaube, sie würden&apos;s schon verstehen, aber sie üben&apos;s nicht. Hier haben wir keine Zeit mehr ... und zuhause, alleine wollen sie nicht.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Sie sehen keinen Sinn darin. Für die Matura lernen? Wofür sonst?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zwei Unidozenten:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&quot;Mit dem Bolognasystem wird alles verschult. Die Studierenden kommen bis zum Bachelor nicht mehr zum Schnaufen.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;... schon gar nicht mehr zum kritischen Reflektieren. Das ist kein akademisches Studium mehr.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Und wir füllen jedes Semester zwanzig neue Formulare aus ... und das Mitspracherecht in den Gremium haben sie auch ausgehöhlt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was macht unser Bildungsystem so krank, dass sich die Betroffenen völlig davon abwenden? Richtig abgestoßen fühlen. Verzweifeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptproblem: Motivation. &lt;b&gt;Fehlende Motivation&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir ist eines klar geworden: Wenn wir SchülerInnen und LehrerInnen nicht motivieren können, dann geht die Bildung den Bach hinunter. Reformen hin oder her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nass sind wir schon.&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-24T11:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/6004377/">
    <title>Act now</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/6004377/</link>
    <description>Ich wollte mal eine Schülerin direkt zu Wort kommen lassen.&lt;br /&gt;
Hier das Originalmail: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
guten abend Herr Prof!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dachte bei dem video an Sie, hoffe es gefällt Ihnen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l.g .....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier unten ist der Link:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.global2000.at/site/de/aktivitaeten/klima/kopenhagen/article-video.htm&quot;&gt;http://www.global2000.at/site/de/aktivitaeten/klima/kopenhagen/article-video.htm&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf solche Mails bin ich irgendwie stolz ...</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-21T16:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/5997130/">
    <title>Plus-Minus</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/5997130/</link>
    <description>Viele Kinder, vor allem die kleineren, wollen nach jeder bewerteten Stundenwiederholung wissen, welche Eintragungen ich mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zehnjähriger, der die Umstellung von der Volksschule noch nicht ganz vollzogen hat, stellt mich beim Klassenausgang:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Herr Lehrer? Wie viele Minus hab&apos; ich schon?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Du hast schon mehrere Plus, aber auch zwei Minus. Aber nichts dazwischen. Wie erklärst Du dir das?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Je nachdem, wie ich ausgeschlafen bin!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Und wovon hängen deine Noten sonst noch ab?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Vom Frühstück.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ja. Und sonst?&quot;&lt;br /&gt;
&quot; Hmmm ... ob ich gut aufgelegt bin ... oder schlecht drauf.&quot;&lt;br /&gt;
Ich muss nachhelfen, ich will in die Pause gehen:&lt;br /&gt;
&quot;Und vom Lernen zuhause, oder?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jüngling schaut mich groß an und ich lese in seinen Stirnfalten:&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Was meint der böse Mann mit Lernen? Zuhause?&quot;&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-17T10:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/5986691/">
    <title>Bedrohliche Chaostheorie</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/5986691/</link>
    <description>Fahren wir, wenn alle fahren: Einkaufen am Samstag.&lt;br /&gt;
Ich rolle mit dem Auto auf den Parkplatz des Supermarktes, mitten auf der Straße stolzieren provokant zwei junge Herren ganz in schwarz. Ich fahre links vorbei auf den nächsten freien Platz und steige aus.&lt;br /&gt;
&quot;Sie hätten uns bald umgeführt!&quot;, geht mich einer der beiden Jünglinge vorwurfsvoll an.&lt;br /&gt;
&quot;Ah geh, da waren noch Kilometer Platz&quot;, will ich die Affäre kurzerhand abdrehen und gehe weiter.&lt;br /&gt;
&quot;&lt;b&gt;Du kannst Kilometer meine Faust kennenlernen&lt;/b&gt;&quot;, kommt da vom 100-Kilo-Typ mit dem Babyface entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da breche ich spontan in Lachen aus, ich kann nicht anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einige Zehntelsekunden stehen wir Aug in Aug auf dem Asphalt wie Duellanten im Morgengrauen. Ich sehe seine kurz geschorenen dunklen Haare, seine südländisch gebräunte Haut, seine kindlichen Äuglein im übergewichtigen Antlitz. Er fühlt sich durch mein Lachen provoziert, er muss seinem Begleiter Stolz und Mut beweisen und er checkt seinen mittelalterlichen Gegner ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fühle mich herausgefordert, ich bin versucht, den starken Mann heraushängen zu lassen ... aber gehe gelassen weiter, werfe das leere Bierfass in den passenden Müllcontainer. Erst beim Umdrehen stelle ich dankbar fest, dass mir die beiden nicht gefolgt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt verstehe ich meine Schüler besser, die von bedrohlichen Situationen in Parks, vor Pubs und in den Discos erzählen: &quot;Hey, Arschloch, Zigarette?&quot;&lt;br /&gt;
Es reicht nicht zu sagen: &quot;Ist doch nichts passiert.&quot; Oder: &quot;Geht doch zur Polizei.&quot;&lt;br /&gt;
Anpöbeln, eine Bedrohung ist ein unangenehmes Gefühl, eines, das  tiefe Kerben ins Gemüt schlägt. Sie verändert die Einstellung zu einer ganzen Bevölkerungsgruppe, verstärkt latent vorhande Vorurteile. &lt;b&gt;Ich spürte den politischen Rechtsruck der Jugendlichen am eigenen Leib. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicherheit im öffentlichen Raum ist ein hoher Wert und selbst unbedeutende negative Erfahrungen zeitigen massive Konsequenzen - Meine soziale &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Schmetterlingseffekt&quot;&gt;Chaostheorie&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-11T10:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/5984397/">
    <title>Oliver Obama</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/5984397/</link>
    <description>Mich wundert es nicht, dass Barack Obama den Nobelpreis erhielt. Schließlich haben ihn meine SchülerInnen sogar zum &lt;b&gt;Klassensprecher &lt;/b&gt;nominiert. Gemeinsam mit Oliver Pocher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geworden ist es schließlich Sophia R.,15 Jahre, sie hat den professionellen Spaßvogel und den friedlichen Kriegsherren um Häuser geschlagen. Gratuliere, liebe Klassensprecherin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe das lustig gefunden. Ich kann sogar grinsen, wenn Mickey Mouse oder Batman mehr Anhänger überzeugen als Gerald Z., 16 Jahre, der bloß zwei Stimmen für sich verbuchen konnte - wahrscheinlich seine eigene und die seines Sitznachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber lustig ist das nicht! Meinen zumindest zwei Kolleginnen, die ich beim Vorbeigehen heftig diskutieren höre:&lt;br /&gt;
&quot;Bei den &lt;b&gt;Klassensprecherwahlen&lt;/b&gt; geht es um politische Erziehung, die sollte man ernst nehmen! Das ist ja auch eine wichtige Funktion.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ausserdem ist es für alle Kandidaten beschämend, wenn sie mit lächerlichen Figuren gleichgestellt werden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verberge sofort mein Amusement hinter einer neutralen Mimik.&lt;br /&gt;
Miesepeter, Zwiderwurz&apos;n, Gutmenschen?&lt;br /&gt;
&lt;strike&gt;Orientierungslose&lt;/strike&gt; LehrerInnen.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-09T17:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/5977464/">
    <title>Gefährlicher</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/5977464/</link>
    <description>&quot;&lt;b&gt;Schule muss Spaß machen&lt;/b&gt;.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lese es häufig, ich höre es oft, meist vorwurfsvoll: &quot;Ihr seid doch lustlose Ungustln!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Schule muss Spaß machen&quot;, das ist eine populäre, ja populistische Forderung an die Lehrer (nicht an die Schule, den Lehrplan, die Schulbücher oder die Pädagogik als ganzes, dort wird man den Begriff Spaß nicht einfordern). Es ist auch ein Versprechen an die Kinder, eines, das praktisch nicht einzulösen ist. Die Spaßverkünder haben dabei den Vorteil, sich selbst ins Sonnenlicht kinderfreundlicher Heilsapostel zu stellen, ohne dafür Verantwortung übernehmen zu müssen:&lt;br /&gt;
&quot;Liebe Kinder, seht her, wir sind die Guten. Wir gönnen euch Spaß, wir versprechen euch Wissen mit Freude. Uns könnt ihr lieb haben.&quot;&lt;br /&gt;
Sie nehmen andere, die Lehrer, in die Pflicht und sich selbst aus dem Spiel: &quot;Ihr dort, macht doch mal ... aber mit Spaß!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;In Wirklichkeit nehmen sie die Kinder und deren Anstrengungen nicht ernst, sie wecken falsche Hoffnungen und prägen gefährliche Einstellungen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulbeginn früher: &quot;Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.&quot;&lt;br /&gt;
Schulbeginn heute: &quot;Lernen muss Spaß machen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sitzen die Kinder fünf Stunden lang in miefigen Klassenräumen und mühen sich mit Buchstaben und Ziffern ab. Jedes Zeichen muss hundert Mal geübt werden, bis es halbwegs lesbare Formen annimmt. Spaß! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da laufen 22 Kinder einem Fußball nach, alle wollen hinhauen, aber der Trainer lässt sie in Reih und Glied aufstellen, strecken, dehnen, warm laufen. Dann erklärt er die Taktik: Den Raum decken, den Gegner beschatten, laufen statt schießen. Spaß? Oder Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Schule muss Spaß machen?&quot; Natürlich für die Kinder. Und die Lehrer? Sie werden zu seriösen Wissensarbeitern ausgebildet und sollen den billigen Clown spielen. Entertainement organisieren. Und gleichzeitig fürs wirkliche Leben lehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind die &lt;b&gt;Spaßversprecher &lt;/b&gt;die Gefährlichen, weil sie unsere Kinder täuschen? Oder sind die &lt;b&gt;Spaßverweigerer &lt;/b&gt;die Gefährlichen, weil sie die gleichen Kinder enttäuschen. Nur so eine von tausenden Fragen in meinem Berufsleben ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu ein Spruch aus dem Buddhismus (oder von J.M. Barrie):&lt;br /&gt;
&quot;The secret of happiness is not in doing what one likes, but in liking one does.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Klostersprüche in Chiang Mai&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Klostersprüche in Chiang Mai&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/teacher/images/happiness.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-06T08:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/5964128/">
    <title>Kleine Brötchen</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/5964128/</link>
    <description>Wir backen &lt;b&gt;kleine Brötchen&lt;/b&gt;, in der Schule. Nicht wortwörtlich, das wäre ja sinnvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Warum seid ihr Lehrer so demotiviert, so frustriert?&quot;, fragt mich ein Interessierter.&lt;br /&gt;
&quot;Wir backen Brötchen&quot;, antworte ich, &quot;Brötchen, die keiner will.&quot;&lt;br /&gt;
Er versteht den Vergleich nicht sofort, also beginne ich meine Brötchen zu erklären.&lt;br /&gt;
&quot;Ich backe täglich 30 Brötchen, bringe sie in die Klasse, aber 28 Brötchen bleiben übrig, sie sind altbacken, fad, schmecken nicht. Kommen nicht an.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Dann solltest du was anderes backen!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ich muss Brötchen backen, das ist mein Auftrag. Und ich bekomme dafür nur Wasser, Mehl ... und ein bisschen Salz.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Wie meinst Du das?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Die Schule bringt die Grundnahrungsmittel, das Wichtigste, das Nötigste ... aber die Kinder wollen lieber Cremeschnitten, Hamburger und Cola haben.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Und die kriegen sie auch!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Natürlich. Überall, nur nicht in der Schule. Wir wollen ja gesunde Nahrung ... und billige ...&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Tja.&quot; &lt;br /&gt;
Da kommen keine Tipps mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind alle unzufrieden und wir suchen die Schuldigen.&lt;br /&gt;
&quot;Die Bäcker sind schuld, sie sind faul, dumm und sie backen öde Brötchen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott sei Dank haben die Bäckereibesitzer tolle &lt;b&gt;Lösungen &lt;/b&gt;gefunden:&lt;br /&gt;
1. Die Bäcker sollen länger backen, mehr Brötchen.&lt;br /&gt;
2. Die Bäcker sollen statt Brötchen A und Brötchen B Einheitsbrötchen AB backen.&lt;br /&gt;
3. Ganztagsbrötchen: Damit die Kinder nicht an die leckeren Sachen herankommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird den SchülerInnen gut schmecken. Und die Bäcker motivieren. Oder?</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-28T07:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/5951328/">
    <title>Oktoberfest</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/5951328/</link>
    <description>Euro 8,40 für das Maß Bier, das ist keine Kleinigkeit. Aber jeder kennt den Preis für gute Laune. Selbst meine ostösterreichischen Schüler schielen neidisch auf die &quot;boarische Wies&apos;n, wo grad o&apos;zapft is&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Monat volles Besäufnis, das kommt echt cool. Alle Medien sind voll damit, wir feiern Kultur: Saufen bis zum Umfallen für alle Nationen. Gegen solche Vorbilder kann ich nicht anreden, da schaue ich wie ein verwelkter alter Spaßverderber aus. Genießen in Maßen? Nada, niente, nein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber bitte keine &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,649926,00.html&quot;&gt;Fotos&lt;/a&gt;. Keine Fotos von den kotzenden Alkoholleichen, von betrunkenen Radaubrüdern, von Busenblitzern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir kommt das Kotzen: Man könnte für vernünftigen Konsum eintreten, man könnte die Testosteronbrocken um Ruhe bitten und die Damen ersuchen, ihre Körper bedeckt zu halten. Neeee, das würde das Mordsgeschäft ums kühle Blonde trüben, das will man sicher nicht. Sauft, rauft, provoziert - aber macht keine Fotos davon! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich zeigt die empörte Presse hingebungsvoll Titten in allen Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr verlogenen Heuchler verlangt von der Schule, dass wir eure Kinder zu ehrenwerten Mitgliedern einer humanen Gesellschaft erziehen? Gegen Gewalt, Drogen und Pornographie auftreten? Geht doch sch ...!  (Damit wir uns richtig verstehen. Prost)</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-21T07:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/5941526/">
    <title>Sitzenbleiben</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/5941526/</link>
    <description>&lt;b&gt;97 % Erfolgsquote&lt;/b&gt;, das sollte gefeiert werden! 97 % unserer SchülerInnen haben die in den Lehrplänen definierten Ziele erreicht und sind in die nächste Schulstufe aufgestiegen. Vergleichen Sie diese Ziffer einmal mit den Drop-Out-Raten der Universitäten, mit den Wiederholungsraten von Fahrschulen oder mit den schleichenden Abgängen freiwilliger Bildungsinstitute. Wir schlagen sie alle, wir haben hervorragende Ergebnisse, selbst in Spitzenunternehmen der Privatwirtschaft würden 97 % Erfolgsquote zu Siegestaumel führen: Bei Kreditrückzahlungen? Bei Verkaufsabschlüssen? Bei Forschungsergebnissen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrlich gesagt, für diese Quote muss in einigen Fällen heftig geschummelt werden, müssen Augen zugedrückt werden, viele mildernde Umstände berücksichtigt. Dafür werden Prüfungen wiederholt, Eltern eingebunden, Nachhilfeinstitute beauftragt, Tipps und Ratschläge verschleudert, Extraschichten eingelegt, neue Chancen eingeräumt, Beschwerden geführt. Mit großem Erfolg: &lt;b&gt;97 %&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem: &lt;b&gt;3 % schaffen es nicht&lt;/b&gt;. Sie erhalten auch nach der Wiederholungsprüfung keine &quot;Berechtigung zum Aufsteigen&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber freut sich niemand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &quot;&lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,646709,00.html&quot;&gt;Sitzenbleiben&lt;/a&gt;&quot;, wie Journalisten aus ihrer eigenen Vergangenheit dazu sagen (der Begriff ist längst aus dem Schulvokabular verschwunden) bringt wenig und kostet viel. Sitzenbleiben ist dumm.&lt;br /&gt;
Besonders &lt;b&gt;unbeliebt &lt;/b&gt;müsste es bei den Lehrern sein, weil diese gescheiterten Schüler(Innen) als Repetenten in fremde, jüngere Klassen kommen und dort ein eingespieltes Klima verändern. Selten zum Positiven. Meist bringen sie als Ältere und Unmotivierte schlechte Angewohnheiten, viel Unruhe und Störpotenzial mit oder werden sogar als Bedrohung erlebt, wenn sie in größerer Zahl (ab drei) gruppendynamisch wirksam werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher: Vermeiden wir das Wiederholen, wo es geht. Suchen wir brauchbare Alternativen. Im Sinne der Schüler und der Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein &lt;b&gt;Vorschlag &lt;/b&gt;weicht ganz vom Ansinnen der Frau Minister ab, die &quot;Sitzenbleiber&quot; aufsteigen zu lassen und in speziellen Modulen nachzuschulen. Das verlängert ihr Leiden. Die meisten Repetenten fallen nicht wegen eines einzigen Faches durch (wie häufig fälschlicherweise behauptet wird) sondern wegen ganz anderer Probleme: Fehlende Motivation, falsche Schule, familiäre Probleme, großflächige Überforderung, Desinteresse, vielfältige Ablenkungen, Depressionen, soziale und emotionelle Defizite... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was hilft? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Motivation. Neurorientierung. Externe Evaluierung. Individuelle Problemlösungen. Schulpsychologie. Berufsberatung. Sozialarbeit. Familientherapie. &lt;br /&gt;
Zusammengefasst: &lt;b&gt;Nichtschulische Maßnahmen &lt;/b&gt;statt schulischer Maßnahmen. Raus aus dem System, Hilfe von außen.</description>
    <dc:creator>teacher</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-16T05:58:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://teacher.twoday.net/stories/5928656/">
    <title>Die erotische Seite des digital divide</title>
    <link>http://teacher.twoday.net/stories/5928656/</link>
    <description>Eine liebe Blogkollegin (die ich hier nicht outen will, außer sie macht es selbst) schickt mir gerne brisante Nachrichten im pdf- und ppt-Format. Weiß der Kuckuck, wo sie dieses Zeug auftreibt, das Internet ist groß, ihres besonders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztens wühle ich mich durch hundert witzige Seiten, die alle &lt;b&gt;Vorzüge der Frauen über 40&lt;/b&gt; darlegen. Ich freue mich, dass ich so eine &lt;b&gt;selbstbewusste, stilsichere und erfahrene Frau&lt;/b&gt; auch an meiner Seite wähnen darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein viriler Bekannter hat das anders gesehen und sich für eine Jüngere scheiden lassen. &lt;b&gt;Tausche 40 gegen 20&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;
&quot;Weißt Du, die ist mit dem Internet aufgewachsen.&quot;&lt;br /&gt;
Er erklärt mir die erotische Seite des &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Kluft&quot;&gt;digital divide&lt;/a&gt;, er hat sich schlau gemacht.&lt;br /&gt;
&quot;Die jungen Mädchen kennen die Pornos nicht, sie leben sie.&quot;&lt;br /&gt;
Schluck.&lt;br /&gt;
Ich dachte an das übliche Schema: Die jüngere ist hübscher und knackiger, die ältere kämpft gegen Falten, Dellen und Verfärbungen. Und mir fällt beim Blick in den Spiegel ein, dass ich da notgedrungen mitmache: &quot;Altern ist die einzige Möglichkeit zu leben.&quot; &lt;br /&gt;
Das war nicht das Problem.&lt;br /&gt;
Er sagt es nicht offen, aber ich verstehe seine Anspielungen: Die Neue ist glatt von oben bis unten, sie trägt reizende Wäsche von früh bis spät. Von Montag bis Samstag oral zur Vorspeise, anal zur Nachspeise, die Toys liegen unter dem Bett. &lt;br /&gt;
Schluck.&lt;br /&gt;
&quot;Ich musste nicht wochenlang um sie werben, sie wollte mich gleich am ersten Abend flachlegen. SIE!&quot;&lt;br /&gt;
Er ist geschieden, von einer hübschen, selbstbewussten Frau. Seine Kinder besucht er am Wochenende, wenn der Terminplan es zulässt. &lt;br /&gt;
&quot;Wir kommen unter Druck&quot;, kommt mir in den Sinn und ich beginne diesen Gedanken zu interpretieren. Spüre ich da ein bisschen Neid?</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 teacher</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-09T06:34:00Z</dc:date>
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